Renée Levi

*1960 Istanbul, lebt und arbeitet in Basel

https://reneelevi.ch

Juni 2026

  1. Annie, 2026
    Annie, 2026 Monotypie (39 Unikate)
    Bildgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Blattgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Produktion: Steindruckerei Wolfensberger | Zurich Print Institute
    CHF 1’200.00
  2. Annie, 2026
    Annie, 2026 Monotypie (39 Unikate)
    Bildgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Blattgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Produktion: Steindruckerei Wolfensberger | Zurich Print Institute
    CHF 1’200.00
  3. Annie, 2026
    Annie, 2026 Monotypie (39 Unikate)
    Bildgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Blattgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Produktion: Steindruckerei Wolfensberger | Zurich Print Institute
    CHF 1’200.00
  4. Annie, 2026
    Annie, 2026 Monotypie (39 Unikate)
    Bildgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Blattgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Produktion: Steindruckerei Wolfensberger | Zurich Print Institute
    CHF 1’200.00
  5. Annie, 2026
    Annie, 2026 Monotypie (39 Unikate)
    Bildgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Blattgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Produktion: Steindruckerei Wolfensberger | Zurich Print Institute
    CHF 1’200.00
  6. Annie, 2026
    Annie, 2026 Monotypie (39 Unikate)
    Bildgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Blattgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Produktion: Steindruckerei Wolfensberger | Zurich Print Institute
    CHF 1’200.00
  7. Annie, 2026
    Annie, 2026 Monotypie (39 Unikate)
    Bildgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Blattgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Produktion: Steindruckerei Wolfensberger | Zurich Print Institute
    CHF 1’200.00
  8. Annie, 2026
    Annie, 2026 Monotypie (39 Unikate)
    Bildgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Blattgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Produktion: Steindruckerei Wolfensberger | Zurich Print Institute
    CHF 1’200.00
  9. Annie, 2026
    Annie, 2026 Monotypie (39 Unikate)
    Bildgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Blattgröße: 74,40 x 55,50 cm
    Produktion: Steindruckerei Wolfensberger | Zurich Print Institute
    CHF 1’200.00

Renée Levis neue Werkserie «Annie» besteht aus 39 Monotypien, gegliedert in dreizehn dreiteilige Serien. Ausgangspunkt ist das Alphabet: Das erste Blatt beginnt jeweils mit «a», das zweite mit «d», das dritte mit «g». Aus diesem einfachen System entstehen drei Varianten. In Version A erscheinen dünne, dunkelblaue Buchstaben beinahe gesprüht auf manganfarbenem Grund. In Version B nehmen die Zeichen mehr Gewicht an und werden zu breiten, körperhaften Formen. Version C arbeitet mit manganfarbenen Schriftzeichen auf manganfarbenem Grund; hier tritt das Zeichen weniger durch Kontrast als durch Auftrag, Spur und Abdruck hervor.

Das Alphabet wird bei Levi nicht als neutrales Ordnungssystem verwendet, sondern als Material. Buchstaben werden gesetzt, verschoben, wiederholt und teilweise wieder aufgelöst. Sie bleiben lesbar und entziehen sich gleichzeitig dem Lesen. Diese Spannung ist zentral für ihre Praxis. Seit den frühen 1990er-Jahren arbeitet Levi mit Namen, Buchstaben, Zahlen, Tags und gestischen Kürzeln, die sich zwischen Schrift, Signatur, Malerei und Raum bewegen. Ihre Zeichen sind nie nur Träger von Bedeutung. Sie sind auch Körper, Rhythmus, Bewegung und Spur.

In der Monotypie wird dieser Prozess besonders direkt sichtbar: Die Farbe wird auf eine Oberfläche aufgetragen und in einem Zug auf das Papier übertragen. Jede Arbeit bleibt Abdruck eines Moments. Durch die Unmittelbarkeit des Verfahrens unterscheidet sich jedes Blatt; da die Zeichen auf der Platte seitenrichtig entstehen und im Druck spiegelverkehrt auf das Papier gelangen, erscheinen einzelne Buchstaben manchmal in ungewohnter Richtung. Auch darin zeigt sich die Übersetzung von Schrift in Bild.

Für die Ausstellung «WORDS» ist diese Serie besonders präzise. Levi verwendet mit dem Alphabet eines der grundlegendsten Werkzeuge, mit denen Sprache, Ordnung und Verständnis entstehen. Gleichzeitig zeigt sie, wie offen, instabil und malerisch solche Zeichen bleiben. Ähnlich wie in Sudoku, Wortspielen oder Kreuzworträtseln geht es um Systeme, die Bedeutung versprechen. Bei Levi kippen diese Systeme zurück in Geste, Farbe und Fläche. Gerade heute, da Sprache in digitalen und KI-basierten Prozessen nicht mehr nur beschreibt, sondern selbst Bilder hervorbringen kann, wirkt Levis Umgang mit dem Alphabet besonders gegenwärtig: Sie führt das Zeichen zurück in eine physische Handlung. Das Zeichen wird Bild, das Bild bleibt Zeichen.

Auch formal spielt die Serie mit dieser Verschiebung. Der grundierte Hintergrund ist nicht nur Träger, sondern ein eigener Farbraum. Davor legen sich die Buchstaben wie eine zweite Schicht, manchmal klar und manchmal schwer. So entsteht eine Malerei, die mit den Mitteln der Sprache arbeitet, ohne sich auf Sprache reduzieren zu lassen.

Renée Levi (*1960 in Istanbul) lebt und arbeitet in Basel. Jüngere institutionelle Einzelausstellungen und Projekte fanden unter anderem im Kunstmuseum Basel (2025), im Palais de Tokyo, Paris (2024), im Musée d’Art, Histoire et Archéologie in Évreux (2020) und im Museum Langmatt in Baden (2019) statt; frühere Stationen waren unter anderem das Museum Folkwang, Essen, das MAMCO Genève, die Kunsthalle Basel und das Swiss Institute in New York. Ihre Werke befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Kunstmuseums Basel, des MAMCO Genève, des Fonds national d’art contemporain (FNAC), Frankreich, und des Istanbul Modern.

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September 2020

  1. 6.8.20 (Zahlen), 2020
    6.8.20 (Zahlen), 2020 Monotypie (Unikat)
    Blattgröße: 75,00 x 55,00 cm
    Produktion: Steindruckerei Wolfensberger, Zürich
    CHF 1’800.00
  2. 6.8.20 (Gesten), 2020
    6.8.20 (Gesten), 2020 Monotypie (Unikat)
    Blattgröße: 75,00 x 55,00 cm
    Produktion: Steindruckerei Wolfensberger, Zürich

    vergriffen

    Anfragen
Renée Levis Arbeiten sind geprägt von einer spontanen Zeichensprache und malerischen Gestik. Viele Werke haben einen ephemeren Charakter, sie entwickeln eine Poetik, die dem schöpferischen Augenblick entwachsen ist. Wichtig sind dabei die Farben, mit denen Renée Levi arbeitet. Die vorliegenden Monotypien basieren auf einer neuen Farbe, die der Steindrucker Thomi Wolfensberger extra für die Künstlerin gemischt hat und die einzig auf dem Mangan-Pigment basiert. Der seltene, rein natürliche Blauton oszilliert zwischen Türkis- und Coelin-Blau und wird nur in diesen Werken zu finden sein.

Die Arbeiten Renée Levis leben von dem Kontrast zwischen der künstlerischen Schriftmalerei von Buchstaben und Zahlen - als lesbare Zeichensprache - und der künstlerischen Übersetzung malerischer Gesten - als ästhetische Formensprache. Für den impulsiven Ausbruch der künstlerischen Geste eignet sich im Druck vor allem das Format der Monotypien, da die Bemalung der Oberfläche schnell und in einem Zug vonstattengeht und dann direkt auf das Papier übersetzt wird.

Die Unikate mit dem Titel des Entstehungsdatums «6.8.20» sind in zwei Kategorien unterteilt: numerische und abstrakte Werke. Die numerisch-kalligraphischen Arbeiten mit den Zahlen von 1 bis 9 sind konsequente und immer wiederkehrende Figuren in Levis uvre. Diese paaren sich mit gestisch-abstrakten Arbeiten, die mindestens genauso erkennbar Levis Schaffensweise prägen. Die abstrakt-organische Linienführung der Farb-Vibrationen und -Interventionen wird von einem architektonisch gesetzten Aussenrahmen durchbrochen. Für die Künstlerin gibt es nämlich weder ein vertikales noch ein horizontales Format, sie arbeitet vornehmlich auf quadratischer Fläche. Diese Serie ist eine konsequente Weiterführung ihrer Erforschung von Zeichnung und Farbe als Methode und Teil unserer Wahrnehmung.
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