Caroline Bachmann
*1963, Lausanne, lebt und arbeitet in Cully und Berlin
https://www.carolinebachmann.comSeptember 2025
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Ciel Lac Reflet, 2025 Lithografie
Auflage: 20
Bildgröße: 37,50 x 26,00 cm
Blattgröße: 51,80 x 42,00 cm
Produktion: Steindruckerei Wolfensberger, Zürich
CHF 1’000.00
Die dreifarbige Lithografie von Caroline Bachmann zeigt die Silhouette einer Bergkette vor einem aufleuchtenden Himmel und deren Spiegelung im Wasser. Die durch einen zarten Farbverlauf untermalte Zeichnung strahlt Ruhe und Harmonie aus. Das Motiv – der Blick von Cully auf den Genfersee in Richtung Montreux – ist der Künstlerin bestens vertraut. Seit über zehn Jahren beobachtet sie diese Szenerie täglich bei Tagesanbruch, dann, wenn die Natur spektakuläre Licht- und Wetterphänomene darbietet. Fasziniert von den endlosen Variationen dieses Settings, fängt Bachmann die flüchtige Einzigartigkeit dieser Augenblicke ein. So ist im Laufe der Jahre der umfangreiche Malereizyklus des Genfersees entstanden, in den sich die Edition «Ciel Lac Reflet» einreiht.
Obwohl die Topografie naturgetreu dargestellt wird, ist die Landschaft von Caroline Bachmann nicht als naturalistisch zu bezeichnen. Stattdessen vermittelt die Künstlerin eine verinnerlichte Landschaftserfahrung, ihre persönliche Wahrnehmung der Umgebung durch das Prisma der Erinnerung. Als Gedächtnisstütze fertigt Bachmann Bleistiftskizzen an, auf denen sie Wolkenformationen nachzeichnet, Lichtspiele oder Wellen auf der Wasseroberfläche festhält und prägnante Anmerkungen zu Farben und Werten aufschreibt. Diese Skizzen sind wie die Partituren eines ort- und zeitspezifischen Naturerlebnisses, das die Künstlerin später malerisch oder, wie in diesem Fall, druckgrafisch interpretiert. Es entstehen sinnliche, immersive Bilder, die unsere eigenen Erinnerungen ansprechen und Gefühle wecken, die wir selbst einmal vor einer Landschaft empfunden haben.
Was bei Caroline Bachmanns Landschaften fast schon zum Markenzeichen geworden ist, sind die gemalten Rahmen, die in gewundenen Linien die stimmungsvollen Aussichten umschliessen. Von dem amerikanischen Maler Louis Eilshemius (1864-1941) inspiriert, grenzen die Rahmen den Bildraum ab und weisen auf einer Metaebene auf den Akt des Sehens hin. Bei der vorliegenden Edition fungiert das unbedruckte Papier als Umriss. Ähnlich wie die kleinen, kompakten Wolken auf der Wasseroberfläche durchbricht die geschwungene Form des Rahmens die Symmetrie der Komposition und verleiht dem Bild eine verspielte Dynamik.
In ihrer malerischen Praxis eignet sich Caroline Bachmann die klassischen Genres der Malerei an: von Landschafts- über Porträt- bis hin zur Historienmalerei und zum Stillleben. 2022 erhielt sie den renommierten Meret-Oppenheim-Preis. Ihre Werke wurden in zahlreichen Institutionen gezeigt, zuletzt im Musée Cantonal des Beaux-Arts in Lausanne (2025), im Kunsthaus Baselland in Basel (2025), im Kunsthaus Zürich (2024) und im Mamco in Genf (2022-2023).
März 2020
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«Sirius A», 2020 Lithografie auf BFK Rives
Auflage: 22
Bildgröße: 45,00 x 34,00 cm
Blattgröße: 46,40 x 35,00 cm
Produktion: Steindruckerei Wolfensberger, Zürich
CHF 800.00
Der Stern von Caroline Bachmann symbolisiert diese Zeitlosigkeit und diese Beständigkeit, die Menschen über Generationen hinweg miteinander verbindet. Das Motiv stammt ursprünglich aus einer Malerei Bachmanns («Ciel Étoilé I», 2019), die den Nachthimmel darstellt. Auf ihrer ersten Lithografie hat die Künstlerin den hellsten Stern, Sirius A, isoliert. Wie sein Name ahnen lässt, handelt es sich bei Sirius um ein Doppelsternsystem. Während Sirius A seiner Helligkeit wegen schnell ins Auge springt, bleibt sein Begleiter Sirius B unsichtbar. So suggeriert der Titel des Werkes die Anwesenheit von etwas Verstecktem, mit dem blossen Auge nicht Erkennbarem.
Durch dicht aneinander gereihte Striche und den gekonnten Einsatz der Farbschichten ist es der Malerin gelungen, die vibrierende Leuchtkraft des Sternes auf das Papier zu übertragen. Wie bei ihren Leinwänden ist das Sujet von einem Rahmen umgeben, welcher als Transition zwischen Betrachtungsraum und Bildraum fungiert.