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Federico Herrero

*1978 San José, lebt und arbeitet in San José (Costa Rica)

  • Uvita, 2020
  • Lithografie
  • Auflage: 30
  • Blattgröße: 45,00 cm x 40,00 cm
  • Produktion: Keystone, Berlin
  • CHF 720.00
  • verfügbar
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Federico Herreros neue Lithografie ist im Geiste seiner abstrakten Malerei entstanden. Seine Praxis nimmt Bezüge zur geometrisch-abstrakten Malerei und zur Tradition der murales Mittel- und Lateinamerikas auf, auch wenn sie sich ästhetisch von diesen ganz klar absetzt. Die Farbfelder und geheimnisvollen Landschaften und Figuren offenbaren eine Faszination für das Verwischen von Grenzen, indem sie trotz ihrer klaren Abgrenzung ineinander übergehen und eine organische Symbiose bilden.

Erstmals hat Herrero eine randabfallende Lithographie im Stile seiner Malerei geschaffen. Es handelt sich nicht – wie für seine Monotypien typisch, von denen vier in der Ausstellung gezeigt werden – um minimalistische Farbinterventionen, sondern um sieben satte Farben, die der Künstler verwendet hat, um den Geist seiner malerischen Schaffensweise zu veranschaulichen. Der Titel «Uvita» bezieht sich auf einen Ort an der Karibikküste Costa Ricas, einen mit Regenwald bewachsenen Hügel, der dem Meer zugewandt ist, auf flachem Wasser reflektiert und nach Aussage des Künstlers ein großartiger Ort zum Schwimmen ist. «Die neue Lithografie ist ein Porträt dieses Ortes, der Berg als Volumen und als Ton gesehen, schwankt zwischen dem Standpunkt der Erinnerung und einer sich ständig verändernden Beziehung zur Landschaft, vielleicht auch der Reise, um dorthin zu gelangen, wo all diese Informationen in Formen übersetzt werden, ein Dialog zwischen urbanen Strukturen und Natur», so der Künstler weiter.

Die farbgeladenen Ebenen und topographischen Elemente entstehen oft auch als ortsspezifische, ephemere Arbeiten. Dabei ist für Herrero wichtig, dass seine Kunst Menschen aus verschiedensten Teilen der Gesellschaft zusammenbringt und das künstlerische Schaffen mit ins Alltagsleben einbezieht. Bei seinen Interventionen an der Venedig-Biennale 2001, der Havanna-Biennale 2003, am Museu de Arte Moderne de Säo Paolo (MAM) 2013 oder am Pelican Estate in Südlondon 2016, verwandelte Herrero die alltägliche Umgebung – einen Spielplatz, Brückenstützen, ein Schwimmbad oder Fassaden – in Gemälde, die von oben oder von weit her sich als künstlerische Interventionen in das Stadtbild eingliedern.

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