Donnerstag, 18. September 2025 | Edition VFO

Podcast mit Claudia Comte

Im Rahmen der Ausstellung «NEOGEO - Décalages féminins» erscheint ein dritter und letzter Podcast mit Claudia Comte. In Bezug zu ihrer Edition «The Absurdity of Contemporary Existence (hahaha white / black)» spricht sie über Buchstaben als abstrakte geometrische Module und die in ihrem Werk omnipräsente Thematik der ökologischen Katastrophe. Zudem spricht die Künstlerin über die Bedeutung von Materialien in ihrem Schaffen, von Holz über Marmor bis hin zu aufblasbaren Skulpturen.


Edition VFO Art Podcast · Edition VFO Podcast 33: Claudia Comte

Das Motiv des HAHAHA, auf dem Comtes neue Edition basiert, ist bereits seit 2014 in ihrem Werk verankert. Damals präsentierte sie im Rahmen der Bex & Arts Triennale eine monumentale Skulptur aus Baumstämmen, die die Buchstaben in taktile, räumliche Körper verwandelte. Am Ende der Ausstellung wurde die Installation angezündet, während ein klassisches Musikstück am Klavier gespielt wurde. Diese Performance ist für Comte nach wie vor sehr wichtig und wird von der Künstlerin immer wieder als Videoinstallation gezeigt.

In der Edition, die im Zusammenhang mit «NeoGeo» konzipiert wurde, funktioniert das Motiv der HAHAHAs als eine Form der geometrischen Abstraktion. Von seiner linguistischen Funktion befreit wird das wiederholte «HA» zu einer modularen Einheit: eine typographische Form, die sich in ein geometrisches Muster verwandelt.


Dokumentation der Performance «La Danse Macabre», 2014 © Images Gunnar Meier

Die Materialwahl erfolgt bei Claudia Comte auf konzeptueller Ebene. Was sie an der Arbeit mit Holz und der Kreissäge besonders schätzt, ist die Unmittelbarkeit und Gestik. Holz ist ein lebendiges Material, das sich langfristig weiter verändert. Marmor ist hingegen ein uraltes Material, das mit Beständigkeit und Denkmalhaftigkeit verbunden wird und somit ganz andere Botschaften in sich trägt. Für den diesjährigen European Song Contest in Basel hat Comte ihre Installation «Lightning Symphony» als begehbare, aufblasbare Skulptur konzipiert, da dieses Material die freundliche, herzerwärmende Stimmung des ESC widerspiegelt. 


Claudia Comtes Installation «Lightning Symphony» auf dem Messeplatz in Basel. Photo: Maris Mezulis

Das Thema der Umweltzerstörung zieht sich wie ein roter Faden durch Claudia Comtes Schaffen. Neben organischen Formen wie Korallen und Kakteen, die sie in unterschiedlichen Medien variiert, verwendet die Künstlerin auch vorhandenes Fotomaterial, das unsere Beziehung zur Tierwelt dokumentiert. Dabei bezieht sie ihre Bilder von engagierten journalistischen Organisationen wie We Animals, um deren Tätigkeit zu unterstützen.

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