Tony Cokes

*1956 Richmond, Virginia, lebt und arbeitet in Providence, Rhode Island

Juni 2026

  1. SM BNGRZ Rework.07 (Vaduz-ism.04), 2026
    SM BNGRZ Rework.07 (Vaduz-ism.04), 2026 Siebdruck mit Interferenzpigmenten auf Plike black
    Auflage: 22
    Bildgröße: 42,00 x 59,40 cm
    Blattgröße: 42,00 x 59,40 cm
    Produktion: Esther Schena | Zurich Print Institute
    CHF 700.00
  2. Testament E… Rework.02 (Vaduz-ism.05), 2026
    Testament E… Rework.02 (Vaduz-ism.05), 2026 Siebdruck mit Interferenzpigmenten auf Plike black
    Auflage: 22
    Bildgröße: 42,00 x 59,40 cm
    Blattgröße: 42,00 x 59,40 cm
    Produktion: Esther Schena | Zurich Print Institute
    CHF 700.00
  3. Wien.visit.me.dreams.wide Rework.01 (Vaduz-ism.06), 2026
    Wien.visit.me.dreams.wide Rework.01 (Vaduz-ism.06), 2026 Siebdruck mit Interferenzpigmenten auf Plike black
    Auflage: 22
    Bildgröße: 42,00 x 59,40 cm
    Blattgröße: 42,00 x 59,40 cm
    Produktion: Esther Schena | Zurich Print Institute

    vergriffen

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  4. Vaduz-ism.04-06, 2026
    Vaduz-ism.04-06, 2026 Siebdruck mit Interferenzpigmenten auf Plike black
    Auflage: 22
    Bildgröße: 42,00 x 59,40 cm
    Blattgröße: 42,00 x 59,40 cm
    Produktion: Esther Schena | Zurich Print Institute

    vergriffen

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Mit der Edition «Vaduz-isms» führt Tony Cokes seine Auseinandersetzung mit Sprache als politischem, affektivem und kulturellem Material fort. Die drei Arbeiten erscheinen in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Liechtenstein im Rahmen der Ausstellung «Tony Cokes – Let Yourself Be Free». Sie basieren auf den Leuchtkästen, die am Beginn der Ausstellung in Vaduz präsentiert wurden. Der Titel verweist auf den Ort ihrer Entstehung: «Vaduz-isms» – Aussagen, die zugleich wie Aphorismen und wie ideologische Formeln klingen.

«There is no yesterday in the life of the night.»
«we don’t have the freedom to be bored anymore.»
«forgetting all about tomorrow.»

Tony Cokes arbeitet seit den 1980er-Jahren mit Text als Bild. Seine Sätze stammen häufig aus Musik, Theorie, politischen Reden oder medialer Popkultur. Er löst sie aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang und setzt sie neu in Szene. Dabei geht es ihm weniger um Autorschaft als um Wirkung. Was geschieht mit einer Aussage, wenn sie ohne Zuschreibung im Raum steht?

Die Arbeitsweise des Künstlers ist strukturell vom Prinzip des Samplings geprägt. Ähnlich einem DJ montiert er Textfragmente, verschiebt Kontexte und erzeugt neue Bedeutungsfelder durch Wiederholung, Rhythmus und Sequenzierung. Musik und Clubkultur sind dabei nicht bloss Referenz, sondern methodischer Hintergrund. Cokes interessiert sich für die emotionalen, politischen und sozialen Funktionen von Musik – für ihre Fähigkeit, kollektive Wahrnehmung zu formen. Seine Textarbeiten operieren in vergleichbarer Weise: als visuelle Kompositionen mit klarer Taktung, als Statements mit Nachhall.

Die drei «Vaduz-isms» kreisen um Zeit als kulturelle Konstruktion. Vergangenheit wird negiert, Gegenwart erscheint als Zustand permanenter Aktivierung, Zukunft als etwas, das verdrängt oder vergessen wird. In ihrer scheinbaren Lakonie verweisen die Sätze auf Beschleunigung, Produktivitätsdruck und Erschöpfung als Bedingungen unserer Gegenwart.

Die Edition wurde von Esther Schena vom Zurich Print Institute als Siebdruck auf schwarzem Papier mit speziellen irisierenden Interferenzpigmenten realisiert, wodurch sich die Farbe je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel verändert. Während Tony Cokes’ Leuchtkästen mit emittierendem Licht operieren, übersetzt der Siebdruck das Prinzip der Farbverschiebung in eine pigmentierte, reflektierende Oberfläche. Die Farbe reagiert auf Bewegung im Raum. Wahrnehmung wird situativ. Bedeutung ist nicht statisch, sondern abhängig von Perspektive und Position. Damit setzt sich Cokes’ Untersuchung der Konstruktion von Information auch auf materieller Ebene fort.

Die Edition wird im Rahmen der Ausstellung «WORDS» in der Edition VFO zum Zurich Art Weekend präsentiert. Die Ausstellung versammelt textbasierte Positionen wie Nora Turato, Bethan Huws, Jonathan Monk, Daniela Keiser und Robert Barry.

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