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26.11.2020 | Edition VFO

Podcast mit Andrea Heller

Andrea Heller, subtle shift I und subtle shift II, 2020, Lithografien, je 107 x 80 cm.

Unser neuer Podcast ist im Atelier von Andrea Heller in der Bieler Altstadt entstanden. Wir haben uns mit der Künstlerin über die Entstehung ihrer neuen lithografischen Arbeiten subtle shift I und subtle shift II unterhalten, sowie über Zwischenschritte in kreativen Prozessen, Farben, Druckgrafik und «leichte Verschiebungen» im Alltag. Die Werke sind noch bis zum 30. Januar 2021 im Rahmen der Ausstellung «When color becomes form» in der Edition VFO zu sehen.

VFO · Edition VFO Podcast 05: Andrea Heller

Die Motive der beiden Lithografien sind mit den Werken aus der Serie a specific place verwandt. Diese Tuschezeichnungen auf grossformatigen Stoffstücken, an denen Andrea Heller seit 2018 arbeitet, evozieren imaginäre Orte, physische und gedankliche Strukturen. Im kreativen Prozess nutzt Heller die Fotografie als Mittel, um sich von ihren Malereien wieder zu distanzieren und diese mit einem neuen Blick zu betrachten, um mit Details und der Grössenordnung zu spielen und schliesslich Fragmente davon zu «sampeln»

Andrea Heller, downstairs (a specific place), 2020, Tusche auf Baumwolle, 280 x 320 cm.

Die von Andrea Heller eingesetzten Medien und Materialien sind vielseitig: von Tuschemalereien und -zeichnungen über Keramik zu Glas- und Gipsobjekten. Die Zusammenarbeit mit Spezialisten aus handwerklichen Sparten wie Glasmachern und Druckern ist für die Künstlerin eine Bereicherung. Bei Kollaborationen ist das Resultat oft ein kleines Bisschen anders als erwartet.

Arbeiten aus Glas, Ton und Gips im Entstehungsprozess.

Mit Farbe pflegt Andrea Heller einen intuitiven Umgang. Auch wenn ihre Farbpalette im Verlauf der Jahre bunter geworden ist, bleibt «fast schwarz» ein wiederkehrendes Element. Wie zahlreiche Malereien von Andrea Heller zeichnen sich die neuen Lithografien aus durch ein Zusammenspiel von transparenten und opaken Flächen, die aneinander angrenzen und sich überlagern, sowie durch ausgewogene, teils dunstartige Farbverläufe. Der Titel «subtle shift» verweist einerseits auf das technische Vorgehen, bei dem die Farben während des Druckprozesses verschoben und ineinander verschmolzen wurden. Andererseits evoziert der Titel die Übersetzung von Hellers Tuschezeichnungen und Aquarellen in den Steindruck.

Tusche in zahlreichen Variationen im Atelier der Künstlerin