Verena–Conzett–Strasse 7
8004 Zürich
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Öffnungszeiten
Mi 15-20h, Sa 14-17h
oder nach Absprache

August 2010

  • Künstlerbrot 2010
  • Serigrafie
  • Auflage: 30
  • Bildgröße: 25,50 cm x 28,20 cm
  • Blattgröße: 38,50 cm x 57,50 cm
  • Produktion: Lorenz Boegli, Müntschemier
  • CHF 300.00
  • verfügbar
  • Doppelter Flipflop 2010
  • Serigrafie
  • Auflage: 30
  • Bildgröße: 20,10 cm x 21,70 cm
  • Blattgröße: 38,50 cm x 57,50 cm
  • Produktion: Lorenz Boegli, Müntschemier
  • CHF 300.00
  • verfügbar
  • Harter Flokati 2010
  • Serigrafie
  • Auflage: 30
  • Bildgröße: 27,00 cm x 24,50 cm
  • Blattgröße: 38,50 cm x 57,50 cm
  • Produktion: Lorenz Boegli, Müntschemier
  • CHF 300.00
  • verfügbar

Serien

  • Alle 3 Arbeiten (2010) zusammen
  • Auflage: 30
  • Produktion: Lorenz Boegli, Müntschemier
  • CHF 800.00
  • verfügbar

Ein Fetzen Flokati-Teppich, ein Paar Flipflops, ein Brot: Dinge zum Wohnen, Anziehen, Essen. Aber Achtung, Erik Steinbrecher zieht uns über den Tisch: er entbindet diese Objekte ihrem Kontext (unserem Alltag), überführt sie in ein anderes Medium (Abguss), fotografiert sie und bildet sie für den VFO als Siebdruck ab. Es sind keine Abbildungen von Ready-mades, da die Objekte bearbeitet worden sind und nun „anders“ präsentiert werden. Der flauschige Teppich ist hart, die Flipflops unbequem (zusammengeknotet waren sie schon vorher unbrauchbar) und am Brot beissen wir uns die Zähne aus. Die „Dinge“ erhalten eine andere Bestimmung und verlieren ihren Sinn. Es sind nun Alltags-Ikonen des Retro - Wohnstils, des Sommers, der Nahrung. Als Ikonen (in Silberausführung: das beinhaltet ein bisschen mehr Ewigkeit) haben die Objekte ein Recht, wenn nicht auf Anbetung, dann doch auf Respekt. Götzenbilder! Der Tanz um den silbernen Flokati, die silbernen Flipflops, das silberne Brot.

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  • Lismete 2010 (Diptychon)
  • Lithografie
  • Auflage: 40
  • Bildgröße: 22,50 cm x 17,00 cm
  • Blattgröße: 56,00 cm x 41,50 cm
  • Produktion: Thomi Wolfensberger, Zürich
  • CHF 480.00
  • verfügbar

Eine Strickarbeit wie aus dem Bilderbuch! In fotorealistischer Manier hat Francisco Sierra die Vorder- und Rückseite auf den Lithostein gezeichnet: wir sehen eine Handarbeit im doppelten Sinn. Mit ironischem Unterton liesse sich auch der Geschlechterdiskurs ankurbeln: Wolle versus Lithostein, ein weiches gegen ein hartes Prinzip. Konzeptuell ist die „Lismete“ mit der Arbeit „Not On Board“ von 2009 verbandelt: auf einer Plastiktapete mit Holzmuster hängt das Gemälde einer Holzwand. Dort wie hier kreisen die Fragen um die Materialität, nach echt und falsch, nach sichtbarem und unsichtbarem Arbeitsaufwand. „Fotorealismus besitzt für mich eine sehr erdende Qualität. Wenn ich dagegen nur Skurrilitäten male, hebe ich ab. Ich denke auch, dass die Verbindung der fotorealistischen mit der fantastischen Bildwelt meine Malerei weiterbringt.“ (Francisco Sierra im Interview mit Reinhard Spieler, 2009).

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  • Puncutated Equilibrium 2010
  • Inkjetdruck
  • Auflage: 40
  • Bildgröße: 63,60 cm x 100,00 cm
  • Blattgröße: 76,00 cm x 112,00 cm
  • Produktion: Beat & Susan Etter, Zürich
  • CHF 560.00
  • vergriffen

Mit Peter Phillips nimmt der VFO einen Altmeister der britischen Pop Art ins Programm. Es ist keine Retro-Arbeit, angelehnt an eine Collage oder an ein Gemälde mit einem bunten Mix aus gewöhnlichen Alltagsgegenständen. Jahrzehnte nach der Pop Art-Revolution schafft Phillips ein „durchbrochenes Gleichgewicht“. Es ist eine am Computer generierte Farb- und Musterorgie, die jegliche Gegenständlichkeit hinter sich gelassen hat. Man findet ein Allover von Farben und unzähligen Möglichkeiten der Anordnungen im virtuellen Raum. „Puntuated Equilibrium“ ist auch ein Begriff aus der Evolutionstheorie, der die Geschwindigkeit und die Art der Evolution beschreibt. Peter Phillips‘ „künstlerische Evolution“ (wenn man sich den Begriff so aneignen darf und nur dieses Blatt betrachtet) ist zweischneidig: Einerseits geht er beim Sujet einen grossen Schritt zurück (zur Abstraktion, von welcher sich die Pop Art radikal abgekehrt hatte), andererseits ist er mit moderner Technik à jour und im Zeitgenössischen verankert. Was konstant bleibt, sind die knalligen Farben. Phillips zeigt uns eine Mélange aus Flower Power und Techno - Rausch.

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  • Eruption 1/ 2010
  • Heliogravüre
  • Auflage: 30
  • Bildgröße: 29,70 cm x 40,00 cm
  • Blattgröße: 76,00 cm x 55,00 cm
  • Produktion: Arno Hassler, Moutier
  • CHF 400.00
  • verfügbar
  • Eruption 2/ 2010
  • Heliogravüre
  • Auflage: 30
  • Bildgröße: 29,70 cm x 40,00 cm
  • Blattgröße: 76,00 cm x 55,00 cm
  • Produktion: Arno Hassler, Moutier
  • CHF 400.00
  • verfügbar

Naturgewalten sind bekanntlich schwer zu kontrollieren. Mit einem Vulkan bricht auch das Chaos aus und plötzlich steht alles still. Die Natur, erhaben und ehrfurchteinflössend, ist seit jeher ein Faszinosum (für englische Touristen im 18. Jahrhundert wie für virtuell reisende Zeitgenossen). Die Vorlagen für beide Heliogravüren von Arno Hassler sind Internet-Bilder von aktiven Vulkanen. Das Gefährliche wird subtil "unterwandert": die mit einem gelben Raster unterlegten Bilder zeigen Vulkane, die gewaltig Rauch und Dampf ausstossen oder geheimnisvoll und malerische im Dunst liegen. Die Rasterung betont einerseits das Dokumentarische, andererseits erschwert sie die zeitliche Zuordnung. Das Mächtige, Gefährliche bekommt eine ästhetische Qualität und somit einen kontrollierbaren Schauer.

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  • Boy on the floor 2010
  • Fotopolymerdruck
  • Auflage: 30
  • Bildgröße: 31,80 cm x 46,00 cm
  • Blattgröße: 52,00 cm x 65,00 cm
  • Produktion: Gabriela Seiler, Zürich
  • CHF 480.00
  • verfügbar
  • Hands 2010
  • Fotopolymerdruck
  • Auflage: 30
  • Bildgröße: 31,80 cm x 46,00 cm
  • Blattgröße: 52,00 cm x 65,00 cm
  • Produktion: Gabriela Seiler, Zürich
  • CHF 480.00
  • verfügbar

Dieses Mal zitiert und reproduziert sich Marc Bauer selber. Er zeichnet, dann fotografiert er seine im Atelier arrangierten Werke und lässt sie am Schluss als Fotopolymerdrucke vervielfältigen. Eine Zeichnung ist eine Fotografie, ist ein Tiefdruck - eine Variante zu „Arose is a rose is a rose“ von Gertrude Stein. Der Produktionsprozess hat es in sich: ein raffiniertes und zugleich ironisches Spiel mit mehreren Ebenen und gleichbleibender Referenz. Auch die Bezüge, die man auf den Bildern knüpfen kann, sind vielfältig. Der ikonographische Fischfang könnte bei „Boy on the floor“ zum Beispiel so aussehen: Über allem schwebt der Tod, der uns frech entgegengrinst. Wer wird daran glauben müssen? Das Kaninchen, der junge Mann, beide zusammen? Die Quintessenz (bei beiden Blättern): Jeder weiss es, man sollte sich an nichts klammern, weder sanft an ein Tier, noch kräftig an sich selber oder an eine andere Person - weil uns der „Grinsende“ im Nacken sitzt…

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  • Morteratsch I/2010
  • Heliogravüre
  • Auflage: 25
  • Bildgröße: 36,50 cm x 45,00 cm
  • Blattgröße: 55,50 cm x 63,00 cm
  • Produktion: Arno Hassler, Moutier
  • CHF 500.00
  • verfügbar
  • Morteratsch II/2010
  • Heliogravüre
  • Auflage: 25
  • Bildgröße: 36,50 cm x 45,00 cm
  • Blattgröße: 55,50 cm x 63,00 cm
  • Produktion: Arno Hassler, Moutier
  • CHF 500.00
  • verfügbar

Serien

  • Diptychon (I+II/2010) zusammen
  • Auflage: 25
  • Produktion: Arno Hassler, Moutier
  • CHF 940.00
  • verfügbar

Nach „Terrenzlas“ (2008) und „Surlej“ (2009) ist „Morteratsch“ die dritte Arbeit für den VFO, die sich nun in wunderbarer Weise zu einer Trilogie alpiner Bilder fügt. Finden sich bei „Terrenzlas“ zeichnerische und bei „Surlej“ malerische Anklänge, so wirkt „Morteratsch“ nun sehr skulptural. Die beiden Heliogravüren – die wiederum als Diptychon angelegt sind – zeigen nicht die topografische Ausdehnung der Landschaft, sondern vielmehr den Aggregatszustand der Natur, raumlos und zeitlos, wie aus einer anderen Welt. Wasser oder Sand, Eis oder Fels, gross oder klein? Guido Baselgias Arbeiten sind nicht Abbilder einer Landschaft, sie sind Inbilder der Erde. Elementarformen, im Übergang zur Abstraktion, geschliffen von den Urkräften dieser Erde - die Innenansicht des Gletschers bleibt rätselhaft. Es sind perfekte Ausschnitte einer glazialen Welt, faszinierend und irritierend zugleich.

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