Verena–Conzett–Strasse 7
8004 Zürich
T +41 44 241 53 00

Öffnungszeiten
Mi 15-20h, Sa 14-17h
oder nach Absprache

November 2011

  • < Insights I > 2011
  • Serigrafie hinter Glas
  • Auflage: 20
  • Abmessung: 30,00 cm x 45,00 cm x 0,50 cm
  • Produktion: Lorenz Boegli, Müntschemier
  • CHF 560.00
  • vergriffen
  • < Insights II > 2011
  • Serigrafie hinter Glas
  • Auflage: 20
  • Abmessung: 30,00 cm x 45,00 cm x 0,50 cm
  • Produktion: Lorenz Boegli, Müntschemier
  • CHF 560.00
  • vergriffen

Man sieht, was man kennt, resp. was einem „Insights“ (Einblicke, Erkenntnisse) sehen lassen. Bei Dominik Stauchs neusten Werken für den VFO sind spannende Referenzen zur Musik- und Kunstgeschichte zusammen gekommen. Der erste Eindruck ist ein handfester: zwei dicke Glasplatten sind rückseitig bedruckt worden. Die Arbeiten wirken dadurch skulptural und sie sind sowohl massiv wie auch fragil. Auf der einen Platte überschneiden sich ein oranges und ein pinkfarbenes Trapezoid und bilden in der Mitte ein Sechseck. Auf der anderen Platte ist ein Ausschnitt einer stark gerasterten Fotografie gedruckt. Links und rechts schneiden zwei Trapezoide einen Grossteil des Bildes weg. Angeschnitten, aber dennoch gut erkennbar, sind Bob Dylan und Andy Warhol. Die Fotografie stammt von Nat Finkelstein. Er hat sie 1965 in Warhols Factory in New York aufgenommen. Weggeschnitten sind Gerard Malanga (Schriftsteller, Fotograf, Filmemacher, Assistent von Warhol) und Danny Williams (Filmemacher), beide gehörten zum „Personal“ der Factory. Auf einer anderen Fotografie von Finkelstein entdeckt man, was die beiden Herren mit Sonnenbrille vor sich haben: ein verdoppeltes Portrait von Elvis Presley mit gezücktem Revolver. Wir sehen bei Stauch, wie zwei Ikonen der amerikanischen Kultur „The King“ betrachten. Die Aussparungen, die unbedruckten Stellen auf den Glasplatten, werden durch den Ort ausgefüllt, an dem die Werke platziert werden. Farbfeldmalerei, Folk, Rock und Pop Art sind dann individuell eingebettet und können sich mit neuen Einblicken verbinden.

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  • < Schwarze Sonnen > 2011
  • Lithografie
  • Auflage: 50
  • Bildgröße: 101,50 cm x 74,50 cm
  • Blattgröße: 108,50 cm x 80,50 cm
  • Produktion: Urban Stoob, St. Gallen
  • CHF 1200.00
  • vergriffen

Feuer, Wasser und Luft sind Fixpunkte in Roman Signers Schaffen. Sie bilden die Grundlage für viele seiner Versuchsanordnungen und Performances. Agierte der Künstler bei früheren VFO Arbeiten als „Sprengmeister“, der die Lithosteine auch schon bröckeln liess, so ist der Stein dieses Mal heil geblieben. Luft ist sanft eingesetzt worden. Eine Schicht Carborundum- Schleifstaub auf einem Lithostein wurde mit kontrollierten Luftstössen partiell weggeblasen. Die freigelegten Stellen wurden mit Fetttusche besprenkelt und dadurch für die Druckfarbe aufnahmefähig gemacht. Neun Flecken wurden so zu schwarzen Sonnen. Paradox scheint der Titel der Grafik zu sein, wo das Dunkle mit dem Hellen gekoppelt wird. Die „Schwarzen Sonnen“ zielen nicht auf Esoterisches ab, sondern bleiben auf der Schiene des Unerwarteten, des zufällig (und raffiniert) Komponierten. Signers Sonnen dokumentieren ein Experiment, eine Aktion. Sie bringen die Energie der Luft aufs Papier - Schwarz auf Weiss. „Lange hat man mich auch einfach falsch eingeschätzt, mich als Sprengkünstler und ‚Klöpfer‘ bezeichnet. Darum geht es gar nicht. Ich mache viele stille Arbeiten. Aber manchmal habe ich einfach Lust auf eine Sprengung. Das tut mir und meiner Psyche gut. [...] Es geht mir aber nie um Destruktion, nicht das Zerstören interessiert mich, sondern die Veränderung von Zuständen. Aus einer Sprengung, aus jeder Veränderung entsteht etwas Neues.“ (Interview mit Ursula Badrutt Schoch, Kunstbulletin 13/2010).

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  • Ohne Titel 1/2011
  • Serigrafie
  • Auflage: 25
  • Bildgröße: 38,50 cm x 48,50 cm
  • Produktion: Lorenz Boegli, Müntschemier
  • CHF 360.00
  • vergriffen
  • Ohne Titel 2/2011
  • Serigrafie
  • Auflage: 25
  • Bildgröße: 38,50 cm x 48,50 cm
  • Produktion: Lorenz Boegli, Müntschemier
  • CHF 360.00
  • vergriffen
  • Ohne Titel 3/2011
  • Serigrafie
  • Auflage: 25
  • Bildgröße: 38,50 cm x 48,50 cm
  • Produktion: Lorenz Boegli, Müntschemier
  • CHF 360.00
  • vergriffen
  • Ohne Titel 4/2011
  • Serigrafie
  • Auflage: 25
  • Bildgröße: 38,50 cm x 48,50 cm
  • Produktion: Lorenz Boegli, Müntschemier
  • CHF 360.00
  • verfügbar

Serien

  • Alle 4 Arbeiten (1-4/2011)
  • Auflage: 25
  • Produktion: Lorenz Boegli, Müntschemier
  • CHF 1200.00
  • vergriffen

müller-emil gehört zu den wichtigsten Vertretern der "gegenstandslosen Kunst" in der Schweiz. Seine Werke sind aber keineswegs gegenstandslos, sie haben die Farbe zum Gegenstand, zum Mittelpunkt. Der Künstler arbeitet als Farbgestalter und Farbforscher. Das Spannungsmoment in seinem Schaffen gehört ganz der Farbe. Die vorliegenden Serigrafien bestehen aus je vier verschiedenen Farbfeldern. Es sind vertikale Streifen, aussen zwei schmale, innen zwei breitere. Bis auf einen dünnen horizontalen Streifen am unteren Rand wurden die vier Blätter mit je einer lasierenden Farbschicht (2x weiss, 1x rosa und 1x bläulich) überdruckt. Die Leuchtkraft der Farben wurde dadurch heruntergedreht und ist bis auf eine schmale Referenzstelle verschwunden. Die satten Farbklänge können allein mittels dieser Referenzstelle rekonstruiert werden. Die lasierende Farbschicht deckt zu, lässt aber gleichzeitig einiges zum Entdecken frei: ein perfektes Spannungsmoment. "Die poetischen Farbsetzungen sorgen für eine permanent wirksame Sensibilisierung des Betrachters, der nie mit reiner Monochromie allein gelassen wird. müller-emil gelingt es, Grenzen, die das Gewahrwerden beeinträchtigen, aufzulösen und Grenzartiges, welches nur durch konzentriertes Schauen wahrgenommen werden kann, in den Dienst des Gewahrwerdens zu stellen." (Sabine Weder Arlitt, müller-emil, Waser-Verlag, 1995)

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  • "Lawrence & Jill" 2011
  • Serigrafie
  • Auflage: 30
  • Bildgröße: 50,00 cm x 40,00 cm
  • Produktion: Esther Schena, Zürich
  • CHF 320.00
  • verfügbar
  • "Roland & Kim" 2011
  • Serigrafie
  • Auflage: 30
  • Bildgröße: 50,00 cm x 40,00 cm
  • Produktion: Esther Schena, Zürich
  • CHF 320.00
  • verfügbar
  • "Ann & Mike" 2011
  • Serigrafie
  • Auflage: 30
  • Bildgröße: 50,00 cm x 40,00 cm
  • Produktion: Esther Schena, Zürich
  • CHF 320.00
  • verfügbar

Serien

  • Alle 3 Arbeiten (2011)
  • Auflage: 30
  • Produktion: Esther Schena, Zürich
  • CHF 900.00
  • verfügbar

In ihren Serigrafien thematisiert Clare Goodwin, wie oft in ihrer künstlerischen Arbeit, die schillernde Epoche der 1970er und 1980er Jahre. Dabei folgt sie einer konkreten materiellen Spur jener Zeit, in dem sie von Kleidungsstücken und modischen Accessoires ausgeht: Sie bezieht sich in ihren abstrakten Kompositionen ganz konkret auf Frauenschals und Männerkrawatten jener Zeit. Goodwin suggeriert darüber hinaus mit ihren Werktiteln für die neue Serigrafie-Edition (Lawrence & Jill, Roland & Kim, Ann & Mike), dass die Blätter eigentlich abstrahierte Beziehungsporträts von Persönlichkeiten und Paaren jener Zeit darstellen. In der sorgfältigen Komposition von Farben und Linien verheiratet sie gleichsam charakterlich und visuell ganz unterschiedliche Muster. Daraus gehen sensible Beziehungen hervor, die nicht nur als Porträts von Paaren gelesen werden können, sondern ebenso als spannungsreiche abstrakte Verschränkung geometrischer Formen und Farben.

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  • "TOTAL" 1984/2011
  • Heliogravüre
  • Auflage: 45
  • Bildgröße: 26,50 cm x 39,50 cm
  • Blattgröße: 47,50 cm x 63,00 cm
  • Produktion: Arno Hassler, Moutier
  • CHF 380.00
  • vergriffen
  • "Gleis 13" 1976/2011
  • Heliogravüre
  • Auflage: 40
  • Bildgröße: 12,20 cm x 18,00 cm
  • Blattgröße: 30,00 cm x 40,00 cm
  • Produktion: Arno Hassler, Moutier
  • CHF 280.00
  • verfügbar

Zu „TOTAL“: „Wie wir auf dem Peloponnes in der Abenddämmerung fahren, taucht links ein Objekt auf – fünf ungleich hell leuchtende weisse Kuben mit je einem Buchstaben drauf, das Ding durch zwei Pfosten gestützt. Aber keine Tankstelle. Nichts. Das Bild, das Wort, dieser flüchtige Augenblick lassen mich nicht los. Nach einer kurzen Weiterfahrt bitte ich meinen Freund umzukehren. Ich nehme die Leica in die Hand, steige aus, stelle im Halbdunkel Blende und Zeit ein, und dann... fährt ein einzelnes Auto heran. Ich drücke ab und bin dankbar für das Bild, das mir geschenkt wurde."
Zu „Gleis 13“ erläutert die Künstlerin: „Ein Mann und eine Frau mittleren Alters umarmen sich nachts in einem Bahnhof. Zu ihren Füssen stehen ein Koffer und ein kleiner Hund. Ist es ein Abschied? Oder eine Begrüssung? Ein Wiedersehen nach einem überstandenen Drama oder nach einer längeren Trennung? Verheisst die Gleisnummer Glück – oder nicht? Es ist 1 Uhr morgens. Ich bin unterwegs. Der letzte Zug kam soeben in Zürich an. Aber eigentlich muss man das nicht wissen – so wenig wie man wissen muss, in welchem Nachtcafé eine Person in einem Bild von Edward Hopper sitzt.“

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