Verena–Conzett–Strasse 7
8004 Zürich
T +41 44 241 53 00


Öffnungszeiten
Do-Fr von 14-18h, Sa von 12-16h
oder nach Absprache

Februar 2015

  • o.T. 2000/2015 (Werkzyklus "Himmel/Fluoreszierende Nebelmeere")
  • Cibachrome
  • Auflage: 25
  • Bildgröße: 40,00 cm x 50,00 cm
  • Produktion: Wilhelm Lother, Adliswil
  • CHF 560.00
  • verfügbar
  • Anfragen

Serien

  • Cibachrome-Mappe mit 5 Arbeiten von A. Good, S. Kappeler, F. Puenter, G. Signorell, A. Züst (2015)
  • Auflage: 25
  • Produktion: Wilhelm Lother, Adliswil
  • CHF 2600.00
  • verfügbar
  • Anfragen

„Auf dem Turm weht eine harte Brise, der weiter emporsteigende Nebel ist von einer Dunstschicht überlagert. Die Gegendämmerungserscheinungen gedämpft/pastellig indigo ultramarindunkel blauviolett rotviolett altrosa blassorange. Die Nebeldecke, anfänglich vom Kunstlicht beleuchtet, verblasst, wird von den Himmelsfarben verhalten eingefärbt.“ (Aus Andreas Züsts Notizen vom 14./15. Januar 2000.) Andreas Züsts Beobachtungen der Welt fanden durch das Objektiv statt: Ob er nun den Himmel betrachtete, im nächtlichen Zürich unterwegs war oder Kreisel „karthografierte“, immer war eine seiner Kameras mit dabei. Die umfassendste dieser Serien ist „Himmel“, begonnen 1974. Diese widmet sich Wetterphänomenen wie Blitzen, Regenfronten oder eben Dämmerungserscheinungen (hier innerhalb der Serie „Fluoreszierende Nebelmeere“, 1990-2000). Produziert hatte der Künstler die Serie „Himmel“ ausschliesslich in Cibachrome.
Cibachrome-Mappe 1)/2015

Die Geschichte des Fototrägers „Cibachrome“ beginnt in den 1960er Jahren mit einem Forschungszentrum der Basler Ciba in Marly bei Fribourg. Lanciert in den 1970er Jahren, ebnete Cibachrome der Farbfotografie den Weg in die Museen. Denn bis in die 1990er Jahre hinein hatte die Fotografie als Kunst einen schweren Stand und als künstlerische Fotografie galten sowieso nur die schwarz-weissen Barytabzüge. Erst als sich eine neue Generation von Fotografinnen und Fotografen ab den 1980er Jahren für die Farbe im Bild und die Auseinandersetzung mit populären Bildsprachen zu interessieren begann, fand die Farbfotografie langsam den Weg in die Kunst. Bis heute steht Cibachrome als fester Begriff für überragende Farbsättigung, auch die Brillanz des Bildträgers ist unübertroffen. Weiter garantiert das Verfahren langfristig lichtechte Farben. Dies, da beim Cibachrome die Farbstoffe (Gelb, Purpur, Blaugrün) und das Bildsilber (Silberhalogenide) direkt in Polyester eingegossen sind und über ein Silberfarbstoff- Bleichverfahren oxidiert, bzw. fixiert werden. Doch 2011 wurde die Cibachrome-Produktion aufgrund sinkender Nachfrage eingestellt, die Ilford Imaging Switzerland SA, die das Verfahren ab 1996 unter dem Namen «Ilfochrome» verkauft hatte, musste Ende 2013 Konkurs anmelden. Denn auch wenn bei Cibachrome auf digitalem Weg belichtet werden kann: Heute verfügen die meisten Fotografinnen und Fotografen über eine rein digitale Infrastruktur, die es ihnen ermöglicht, ihre Abzüge im eigenen Atelier einfach selbst zu produzieren. Dem gegenüber steht Cibachrome als ein äusserst anspruchsvolles Bildmedium, das die Fähigkeiten einer versierten Laborantin, eines versierten Laboranten benötigt und entsprechend teuer ist. Auch wandeln sich ästhetische Moden – so folgte dem gesättigten, dem Zeitgeist der 1970er und 1980er Jahre entsprechenden Cibachrome-Look die Ästhetik der Knipsfotografie. Mit dieser Entwicklung kamen blassere Farben auf. Dem konnte oder mochte Ilford nicht folgen: In der Farbgestaltung wurden keine Anpassungen vorgenommen, leuchtende Farben blieben das Markenzeichen von Cibachrome. Es sind die Farben, die wir heute mit der Werbung und der Kunst der 1980er Jahre verbinden. Dennoch arbeiten bis heute eine Reihe von Künstlerinnen und Künstlern genauso wie einzelne hochspezialisierte Fotolabore mit den Restposten der letzten Cibachrome-Produktion. In Zürich ist dies der Fotolaborant Wilhelm Lother (*1935), ausgebildeter Retuscheur mit eigenem Labor in Adliswil. Lother, der 1954 für eine Stelle bei Conzett & Huber von Deutschland in die Schweiz migrierte, ist seit Anfang der 1960er Jahre mit dem Verfahren vertraut. Während seiner Karriere arbeitete er sowohl für die Fremdenverkehrsagentur der UdSSR, wie auch über sein Handwerk der Bildtransformationen (so in der Übertragung von Polaroids auf Dia) für diverse Künstlerinnen und Künstler. Wilhelm Lother wird sein Fotolabor im Frühling 2015 auflösen. - Text: Hili Leimgruber & Mara Züst.

+ mehr- weniger
  • Das trunkene Schiff, 2014/2015
  • Cibachrome
  • Auflage: 25
  • Bildgröße: 40,00 cm x 50,00 cm
  • Produktion: Wilhelm Lother, Adliswil
  • CHF 560.00
  • vergriffen
  • Anfragen
  • Nur noch als Serie verfügbar, als Einzelblatt vergriffen

Serien

  • Cibachrome-Mappe mit 5 Arbeiten von A. Good, S. Kappeler, F. Puenter, G. Signorell, A. Züst (2015)
  • Auflage: 25
  • Produktion: Wilhelm Lother, Adliswil
  • CHF 2600.00
  • verfügbar
  • Anfragen

Gaudenz Signorells fotografische Skizzen – eigene oder gefundene Motive – bilden jeweils den Anfang eines langwierigen Bearbeitungsprozesses. Ausgehend von diesen Skizzen findet er in der Bearbeitung seine Sujets, seine Bilder fertigt Gaudenz Signorell beim Machen, ohne feste Regeln, schneidend, überklebend, montierend. In einem letzten künstlerischen Arbeitsschritt wird das Ergebnis zum Abschluss erneut fotografiert und auf Cibachrome belichtet, so, dass eine weitere Entmaterialisierung des ursprünglichen Sujets stattfindet. Gaudenz Signorell selbst begreift seine Arbeit als „einen Versuch, der nie abreissenden Bilderflut zu trotzen, sie in meinem Archiv zu kanalisieren – um daraus meine eigenen Bilder zu schaffen.“
Cibachrome-Mappe 5)/2015

Die Geschichte des Fototrägers „Cibachrome“ beginnt in den 1960er Jahren mit einem Forschungszentrum der Basler Ciba in Marly bei Fribourg. Lanciert in den 1970er Jahren, ebnete Cibachrome der Farbfotografie den Weg in die Museen. Denn bis in die 1990er Jahre hinein hatte die Fotografie als Kunst einen schweren Stand und als künstlerische Fotografie galten sowieso nur die schwarz-weissen Barytabzüge. Erst als sich eine neue Generation von Fotografinnen und Fotografen ab den 1980er Jahren für die Farbe im Bild und die Auseinandersetzung mit populären Bildsprachen zu interessieren begann, fand die Farbfotografie langsam den Weg in die Kunst. Bis heute steht Cibachrome als fester Begriff für überragende Farbsättigung, auch die Brillanz des Bildträgers ist unübertroffen. Weiter garantiert das Verfahren langfristig lichtechte Farben. Dies, da beim Cibachrome die Farbstoffe (Gelb, Purpur, Blaugrün) und das Bildsilber (Silberhalogenide) direkt in Polyester eingegossen sind und über ein Silberfarbstoff- Bleichverfahren oxidiert, bzw. fixiert werden. Doch 2011 wurde die Cibachrome-Produktion aufgrund sinkender Nachfrage eingestellt, die Ilford Imaging Switzerland SA, die das Verfahren ab 1996 unter dem Namen «Ilfochrome» verkauft hatte, musste Ende 2013 Konkurs anmelden. Denn auch wenn bei Cibachrome auf digitalem Weg belichtet werden kann: Heute verfügen die meisten Fotografinnen und Fotografen über eine rein digitale Infrastruktur, die es ihnen ermöglicht, ihre Abzüge im eigenen Atelier einfach selbst zu produzieren. Dem gegenüber steht Cibachrome als ein äusserst anspruchsvolles Bildmedium, das die Fähigkeiten einer versierten Laborantin, eines versierten Laboranten benötigt und entsprechend teuer ist. Auch wandeln sich ästhetische Moden – so folgte dem gesättigten, dem Zeitgeist der 1970er und 1980er Jahre entsprechenden Cibachrome-Look die Ästhetik der Knipsfotografie. Mit dieser Entwicklung kamen blassere Farben auf. Dem konnte oder mochte Ilford nicht folgen: In der Farbgestaltung wurden keine Anpassungen vorgenommen, leuchtende Farben blieben das Markenzeichen von Cibachrome. Es sind die Farben, die wir heute mit der Werbung und der Kunst der 1980er Jahre verbinden. Dennoch arbeiten bis heute eine Reihe von Künstlerinnen und Künstlern genauso wie einzelne hochspezialisierte Fotolabore mit den Restposten der letzten Cibachrome-Produktion. In Zürich ist dies der Fotolaborant Wilhelm Lother (*1935), ausgebildeter Retuscheur mit eigenem Labor in Adliswil. Lother, der 1954 für eine Stelle bei Conzett & Huber von Deutschland in die Schweiz migrierte, ist seit Anfang der 1960er Jahre mit dem Verfahren vertraut. Während seiner Karriere arbeitete er sowohl für die Fremdenverkehrsagentur der UdSSR, wie auch über sein Handwerk der Bildtransformationen (so in der Übertragung von Polaroids auf Dia) für diverse Künstlerinnen und Künstler. Wilhelm Lother wird sein Fotolabor im Frühling 2015 auflösen. - Text: Hili Leimgruber & Mara Züst.

+ mehr- weniger
  • Brünig 2014/2015
  • Cibachrome
  • Auflage: 25
  • Bildgröße: 50,00 cm x 40,00 cm
  • Produktion: Wilhelm Lother, Adliswil
  • CHF 560.00
  • verfügbar
  • Anfragen

Serien

  • Cibachrome-Mappe mit 5 Arbeiten von A. Good, S. Kappeler, F. Puenter, G. Signorell, A. Züst (2015)
  • Auflage: 25
  • Produktion: Wilhelm Lother, Adliswil
  • CHF 2600.00
  • verfügbar
  • Anfragen

Für Florio Puenters „Brünig“ führte Wilhelm Lother eine vom Fotografen gefundene Aufnahme über die Reproduktion des Bildes in mehrmaliger Retusche zu den Extremwerten der Fotografie: Entstanden ist ein Abzug in Schwarz und Weiss, der stärker auf das Medium der Fotografie verweist, als auf die idyllische Landschaft, deren Ursprung das Bild ist. Florio Puenters künstlerische Arbeit ist vom Transfer geprägt: Mit der Grossbildkamera analog aufgenommene Bilder von Landschaften digitalisiert und retuschiert der Künstler, belichtet das Ergebnis wiederum aus, damit Wilhelm Lother von diesem Abzug eine Reprofotografie machen kann, die hernach grossformatig auf Cibachrome ausbelichtet wird. Die so entstehenden Fotografien erinnern an Sujets aus Werbeprospekten oder an historische Landschaftsaufnahmen. Sie entziehen sich jedoch einer klaren Zuordnung: Zu stark ist bei der genauen Betrachtung die Irritation, die die Eingriffe des Künstlers in die Landschaft zu erzeugen vermögen.
Cibachrome-Mappe 3)/2015

Die Geschichte des Fototrägers „Cibachrome“ beginnt in den 1960er Jahren mit einem Forschungszentrum der Basler Ciba in Marly bei Fribourg. Lanciert in den 1970er Jahren, ebnete Cibachrome der Farbfotografie den Weg in die Museen. Denn bis in die 1990er Jahre hinein hatte die Fotografie als Kunst einen schweren Stand und als künstlerische Fotografie galten sowieso nur die schwarz-weissen Barytabzüge. Erst als sich eine neue Generation von Fotografinnen und Fotografen ab den 1980er Jahren für die Farbe im Bild und die Auseinandersetzung mit populären Bildsprachen zu interessieren begann, fand die Farbfotografie langsam den Weg in die Kunst. Bis heute steht Cibachrome als fester Begriff für überragende Farbsättigung, auch die Brillanz des Bildträgers ist unübertroffen. Weiter garantiert das Verfahren langfristig lichtechte Farben. Dies, da beim Cibachrome die Farbstoffe (Gelb, Purpur, Blaugrün) und das Bildsilber (Silberhalogenide) direkt in Polyester eingegossen sind und über ein Silberfarbstoff- Bleichverfahren oxidiert, bzw. fixiert werden. Doch 2011 wurde die Cibachrome-Produktion aufgrund sinkender Nachfrage eingestellt, die Ilford Imaging Switzerland SA, die das Verfahren ab 1996 unter dem Namen «Ilfochrome» verkauft hatte, musste Ende 2013 Konkurs anmelden. Denn auch wenn bei Cibachrome auf digitalem Weg belichtet werden kann: Heute verfügen die meisten Fotografinnen und Fotografen über eine rein digitale Infrastruktur, die es ihnen ermöglicht, ihre Abzüge im eigenen Atelier einfach selbst zu produzieren. Dem gegenüber steht Cibachrome als ein äusserst anspruchsvolles Bildmedium, das die Fähigkeiten einer versierten Laborantin, eines versierten Laboranten benötigt und entsprechend teuer ist. Auch wandeln sich ästhetische Moden – so folgte dem gesättigten, dem Zeitgeist der 1970er und 1980er Jahre entsprechenden Cibachrome-Look die Ästhetik der Knipsfotografie. Mit dieser Entwicklung kamen blassere Farben auf. Dem konnte oder mochte Ilford nicht folgen: In der Farbgestaltung wurden keine Anpassungen vorgenommen, leuchtende Farben blieben das Markenzeichen von Cibachrome. Es sind die Farben, die wir heute mit der Werbung und der Kunst der 1980er Jahre verbinden. Dennoch arbeiten bis heute eine Reihe von Künstlerinnen und Künstlern genauso wie einzelne hochspezialisierte Fotolabore mit den Restposten der letzten Cibachrome-Produktion. In Zürich ist dies der Fotolaborant Wilhelm Lother (*1935), ausgebildeter Retuscheur mit eigenem Labor in Adliswil. Lother, der 1954 für eine Stelle bei Conzett & Huber von Deutschland in die Schweiz migrierte, ist seit Anfang der 1960er Jahre mit dem Verfahren vertraut. Während seiner Karriere arbeitete er sowohl für die Fremdenverkehrsagentur der UdSSR, wie auch über sein Handwerk der Bildtransformationen (so in der Übertragung von Polaroids auf Dia) für diverse Künstlerinnen und Künstler. Wilhelm Lother wird sein Fotolabor im Frühling 2015 auflösen. - Text: Hili Leimgruber & Mara Züst.

+ mehr- weniger
  • Laichkraut, Trubesloh, 15.5.2003/2015
  • Cibachrome
  • Auflage: 25
  • Bildgröße: 40,00 cm x 50,00 cm
  • Produktion: Wilhelm Lother, Adliswil
  • CHF 560.00
  • verfügbar
  • Anfragen

Serien

  • Cibachrome-Mappe mit 5 Arbeiten von A. Good, S. Kappeler, F. Puenter, G. Signorell, A. Züst (2015)
  • Auflage: 25
  • Produktion: Wilhelm Lother, Adliswil
  • CHF 2600.00
  • verfügbar
  • Anfragen

Nur wenige Zentimeter tief ist der Waldtümpel auf Simone Kappelers Bild „Laichkraut, Trubesloh, 15.5.2003“. Die Blätter des Laichkrauts liegen auf der Wasseroberfläche, im Sonnenlicht, wegen ihrer welligen Ränder werfen sie eigenartig geformte Schattenflecken auf den Lehmgrund. Die Fotografie „Laichkraut, Trubesloh,15.5.2003“ ist eine von vielen Landschaftsaufnahmen, die Simone Kappeler zwischen 1995 und 2014 mit einem analogen Farbfilm aufgenommen hat, der ausser dem sichtbaren Licht, auch den infraroten Bereich abbildet und dadurch die Farbenzuordnung verändert. Die so entstandenen Fotos erlauben eine neue Sehweise, wie sie gewissen Tierarten eignet, dem menschlichen Auge jedoch verborgen ist.
Cibachrome-Mappe 4)/2015

Die Geschichte des Fototrägers „Cibachrome“ beginnt in den 1960er Jahren mit einem Forschungszentrum der Basler Ciba in Marly bei Fribourg. Lanciert in den 1970er Jahren, ebnete Cibachrome der Farbfotografie den Weg in die Museen. Denn bis in die 1990er Jahre hinein hatte die Fotografie als Kunst einen schweren Stand und als künstlerische Fotografie galten sowieso nur die schwarz-weissen Barytabzüge. Erst als sich eine neue Generation von Fotografinnen und Fotografen ab den 1980er Jahren für die Farbe im Bild und die Auseinandersetzung mit populären Bildsprachen zu interessieren begann, fand die Farbfotografie langsam den Weg in die Kunst. Bis heute steht Cibachrome als fester Begriff für überragende Farbsättigung, auch die Brillanz des Bildträgers ist unübertroffen. Weiter garantiert das Verfahren langfristig lichtechte Farben. Dies, da beim Cibachrome die Farbstoffe (Gelb, Purpur, Blaugrün) und das Bildsilber (Silberhalogenide) direkt in Polyester eingegossen sind und über ein Silberfarbstoff- Bleichverfahren oxidiert, bzw. fixiert werden. Doch 2011 wurde die Cibachrome-Produktion aufgrund sinkender Nachfrage eingestellt, die Ilford Imaging Switzerland SA, die das Verfahren ab 1996 unter dem Namen «Ilfochrome» verkauft hatte, musste Ende 2013 Konkurs anmelden. Denn auch wenn bei Cibachrome auf digitalem Weg belichtet werden kann: Heute verfügen die meisten Fotografinnen und Fotografen über eine rein digitale Infrastruktur, die es ihnen ermöglicht, ihre Abzüge im eigenen Atelier einfach selbst zu produzieren. Dem gegenüber steht Cibachrome als ein äusserst anspruchsvolles Bildmedium, das die Fähigkeiten einer versierten Laborantin, eines versierten Laboranten benötigt und entsprechend teuer ist. Auch wandeln sich ästhetische Moden – so folgte dem gesättigten, dem Zeitgeist der 1970er und 1980er Jahre entsprechenden Cibachrome-Look die Ästhetik der Knipsfotografie. Mit dieser Entwicklung kamen blassere Farben auf. Dem konnte oder mochte Ilford nicht folgen: In der Farbgestaltung wurden keine Anpassungen vorgenommen, leuchtende Farben blieben das Markenzeichen von Cibachrome. Es sind die Farben, die wir heute mit der Werbung und der Kunst der 1980er Jahre verbinden. Dennoch arbeiten bis heute eine Reihe von Künstlerinnen und Künstlern genauso wie einzelne hochspezialisierte Fotolabore mit den Restposten der letzten Cibachrome-Produktion. In Zürich ist dies der Fotolaborant Wilhelm Lother (*1935), ausgebildeter Retuscheur mit eigenem Labor in Adliswil. Lother, der 1954 für eine Stelle bei Conzett & Huber von Deutschland in die Schweiz migrierte, ist seit Anfang der 1960er Jahre mit dem Verfahren vertraut. Während seiner Karriere arbeitete er sowohl für die Fremdenverkehrsagentur der UdSSR, wie auch über sein Handwerk der Bildtransformationen (so in der Übertragung von Polaroids auf Dia) für diverse Künstlerinnen und Künstler. Wilhelm Lother wird sein Fotolabor im Frühling 2015 auflösen. - Text: Hili Leimgruber & Mara Züst.

+ mehr- weniger
  • Gold 2014/2015
  • Cibachrome
  • Auflage: 25
  • Bildgröße: 50,00 cm x 40,00 cm
  • Produktion: Wilhelm Lother, Adliswil
  • CHF 560.00
  • verfügbar
  • Anfragen

Serien

  • Cibachrome-Mappe mit 5 Arbeiten von A. Good, S. Kappeler, F. Puenter, G. Signorell, A. Züst (2015)
  • Auflage: 25
  • Produktion: Wilhelm Lother, Adliswil
  • CHF 2600.00
  • verfügbar
  • Anfragen

Die Idee kam der Künstlerin am Frühstückstisch: Ihr folgend klemmte Wilhelm Lother eine Scheibe Bünderfleisch in seinen Vergrösserungsapparat. So entstand in einer von Andrea Good festgelegten Farbgebung „Gold“, bei dem Lebensmittel aus dem Grossverteiler die Funktion eines Diapositivs übernahmen. Andrea Good setzt sich mit Fragen der Zeitlichkeit und dem Medium der Fotografie auseinander. Sie bevorzugt analoge Belichtungsverfahren unterschiedlichster Art. Meist arbeitet sie mit der Technik der Camera Obscura und grossen Formaten. Durch lange Belichtungszeiten gelingt es ihr, zeitliche Abläufe und Bewegungen einzufangen. Objekte werden so entfremdet und in einem neuen Kontext wahrnehmbar.
Cibachrome-Mappe 2)/2015

Die Geschichte des Fototrägers „Cibachrome“ beginnt in den 1960er Jahren mit einem Forschungszentrum der Basler Ciba in Marly bei Fribourg. Lanciert in den 1970er Jahren, ebnete Cibachrome der Farbfotografie den Weg in die Museen. Denn bis in die 1990er Jahre hinein hatte die Fotografie als Kunst einen schweren Stand und als künstlerische Fotografie galten sowieso nur die schwarz-weissen Barytabzüge. Erst als sich eine neue Generation von Fotografinnen und Fotografen ab den 1980er Jahren für die Farbe im Bild und die Auseinandersetzung mit populären Bildsprachen zu interessieren begann, fand die Farbfotografie langsam den Weg in die Kunst. Bis heute steht Cibachrome als fester Begriff für überragende Farbsättigung, auch die Brillanz des Bildträgers ist unübertroffen. Weiter garantiert das Verfahren langfristig lichtechte Farben. Dies, da beim Cibachrome die Farbstoffe (Gelb, Purpur, Blaugrün) und das Bildsilber (Silberhalogenide) direkt in Polyester eingegossen sind und über ein Silberfarbstoff- Bleichverfahren oxidiert, bzw. fixiert werden. Doch 2011 wurde die Cibachrome-Produktion aufgrund sinkender Nachfrage eingestellt, die Ilford Imaging Switzerland SA, die das Verfahren ab 1996 unter dem Namen «Ilfochrome» verkauft hatte, musste Ende 2013 Konkurs anmelden. Denn auch wenn bei Cibachrome auf digitalem Weg belichtet werden kann: Heute verfügen die meisten Fotografinnen und Fotografen über eine rein digitale Infrastruktur, die es ihnen ermöglicht, ihre Abzüge im eigenen Atelier einfach selbst zu produzieren. Dem gegenüber steht Cibachrome als ein äusserst anspruchsvolles Bildmedium, das die Fähigkeiten einer versierten Laborantin, eines versierten Laboranten benötigt und entsprechend teuer ist. Auch wandeln sich ästhetische Moden – so folgte dem gesättigten, dem Zeitgeist der 1970er und 1980er Jahre entsprechenden Cibachrome-Look die Ästhetik der Knipsfotografie. Mit dieser Entwicklung kamen blassere Farben auf. Dem konnte oder mochte Ilford nicht folgen: In der Farbgestaltung wurden keine Anpassungen vorgenommen, leuchtende Farben blieben das Markenzeichen von Cibachrome. Es sind die Farben, die wir heute mit der Werbung und der Kunst der 1980er Jahre verbinden. Dennoch arbeiten bis heute eine Reihe von Künstlerinnen und Künstlern genauso wie einzelne hochspezialisierte Fotolabore mit den Restposten der letzten Cibachrome-Produktion. In Zürich ist dies der Fotolaborant Wilhelm Lother (*1935), ausgebildeter Retuscheur mit eigenem Labor in Adliswil. Lother, der 1954 für eine Stelle bei Conzett & Huber von Deutschland in die Schweiz migrierte, ist seit Anfang der 1960er Jahre mit dem Verfahren vertraut. Während seiner Karriere arbeitete er sowohl für die Fremdenverkehrsagentur der UdSSR, wie auch über sein Handwerk der Bildtransformationen (so in der Übertragung von Polaroids auf Dia) für diverse Künstlerinnen und Künstler. Wilhelm Lother wird sein Fotolabor im Frühling 2015 auflösen. - Text: Hili Leimgruber & Mara Züst.

+ mehr- weniger
  • Ohne Titel 1/2014
  • Lithografie
  • Auflage: 12
  • Bildgröße: 44,50 cm x 62,00 cm
  • Produktion: Thomi Wolfensberger, Zürich
  • CHF 320.00
  • vergriffen
  • Anfragen
  • Letzte Exemplare verfügbar
  • Ohne Titel 2/2014
  • Lithografie
  • Auflage: 12
  • Bildgröße: 44,50 cm x 62,00 cm
  • Produktion: Thomi Wolfensberger, Zürich
  • CHF 320.00
  • verfügbar
  • Anfragen
  • Letzte Exemplare verfügbar
  • Ohne Titel 3/2014
  • Lithografie
  • Auflage: 12
  • Bildgröße: 44,50 cm x 62,00 cm
  • Produktion: Thomi Wolfensberger, Zürich
  • CHF 320.00
  • verfügbar
  • Anfragen
  • Letzte Exemplare verfügbar
  • Ohne Titel 4/2014
  • Lithografie
  • Auflage: 12
  • Bildgröße: 44,50 cm x 62,00 cm
  • Produktion: Thomi Wolfensberger, Zürich
  • CHF 320.00
  • vergriffen
  • Anfragen

Serien

  • Alle 4 Arbeiten (1-4/2014)
  • Auflage: 12
  • Produktion: Thomi Wolfensberger, Zürich
  • CHF 1200.00
  • vergriffen
  • Anfragen

Die neue Serie von Marc Bauer besteht aus Landschaften: Ein Baumbild, eine Winter- und eine Sommerlandschaft und ein Blick auf den Genfersee. Sie verführen zu einer mentalen Reise, bei der sich mehrere Ebenen des Bewusstseins kreuzen. Die Landschaft – der Druckstein nimmt die Form eines Zugsfensters an – mischt sich mit Erinnerungen einer anderen Zeit: Sommerferien am Meer, Pinien, Winterferien, der gefrorene See in den Alpen. Mit den vier Lithografien erschafft der Künstler eine Art Traum. Die vier Landschaften evozieren verschiedene Zeiten und Orte und doch sind sie uns sehr vertraut: Orte, die wir in uns tragen, Orte, an denen viele Erinnerungen zusammen kommen. Für Marc Bauer handelt es sich nicht um eine Serie von Einzelarbeiten, sondern um eine Arbeit. Sie bietet dem Betrachter nicht einfach eine Auswahl von Bildern. Der Künstler schafft eine Erzählung, welche die Welt der Kindheitserinnerungen hervorruft, Erinnerungen, die man oft vermisst und mit geschlossenen Augen wieder finden kann.

+ mehr- weniger