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oder nach Absprache

Julia Steiner

*1982 Büren zum Hof, lebt in Basel, www.juliasteiner.ch

  • Circulation (am) 2012
  • Lithografie
  • Auflage: 25
  • Bildgröße: 100,00 cm x 71,00 cm
  • Produktion: Thomi Wolfensberger, Zürich
  • CHF 600.00
  • verfügbar
  • Circulation (pm) 2012
  • Lithografie
  • Auflage: 25
  • Bildgröße: 100,00 cm x 71,00 cm
  • Produktion: Thomi Wolfensberger, Zürich
  • CHF 600.00
  • verfügbar

Mit „Circulation (am)“ und „Circulation (pm)“ hat Julia Steiner wiederum zwei grossformatige Lithografien geschaffen. „am“ und „pm“ beziehen sich auf die Teilung des Tages in zweimal zwölf Stunden (v.a. im englischen Sprachraum): vor 12 Uhr mittags (ante meridiem) und nach 12 Uhr mittags (post meridiem). Sind die Lithografien charakteristisch für die Dynamik während dieser Tageshälften, resp. für die Energien, welche sie freisetzen können? Sind sie Anspielungen auf das Fliessen, auf den Kreislauf kreativer Ströme während dieser Zeitabschnitte? Mit kräftigen, energiegeladenen Strichen hat Julia Steiner auf den Lithosteinen gezeichnet. Die Künstlerin ging dabei assoziativ und nicht logisch oder konzeptuell vor. „Circulation (am)“ ist im Vergleich zu „Circulation (pm)“ leicht dunkler, kompakter, die Wirbel kräuseln sich wilder. Auf dem folgenden Blatt, dem Titel nach die zweite Tageshälfte, ist der Duktus etwas weniger forsch, nicht träge, aber doch eine Spur gelassener. Es sind beides mitreissende Welten, die Julia Steiner entworfen hat. Die Werke besitzen zwar ein physisches Ende, den Rand des Papieres, aber sie stoppen dort nicht: die Wirbel, Ströme, Wellen schwappen über das Blatt hinaus - die Betrachterin/der Betrachter kann sich dem Sog nur schwer entziehen.

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  • < Split > 2010
  • Heliogravüre
  • Auflage: 30
  • Bildgröße: 64,50 cm x 49,50 cm
  • Blattgröße: 104,00 cm x 76,30 cm
  • Produktion: Michèle Dillier, Moutier
  • CHF 500.00
  • verfügbar
  • < Kraut (surround) > 2010
  • Heliogravüre
  • Auflage: 30
  • Bildgröße: 64,50 cm x 49,50 cm
  • Blattgröße: 104,00 cm x 76,30 cm
  • Produktion: Michèle Dillier, Moutier
  • CHF 500.00
  • verfügbar

Nach dem Diptychon „LICHTER ATEM“ (2008, Lithografien) sind „Split“ und „Kraut (surround)“ die neusten Arbeiten von Julia Steiner für den VFO. Auch dieses Mal hat die Künstlerin, die vor allem als Zeichnerin bekannt ist, eine neue Technik ausprobiert: Heliogravüre. „Kraut (surround)“ ist geprägt von vitaler Bewegung und einem energiegeladenen, freien Rhythmus. Der Duktus erinnert an eine Art von Kraftfeld, wie wir es von früheren Werken kennen. „Split“ ist ein eruptives Allover. Holzsplitter wirbeln in der Luft herum, welche auf den Betrachter bedrohlich wirken könnten. „Julia Steiner schafft [...] Traum-Räume, die sich letztlich der Fixierung entziehen – so erfassbar die Bilder zuerst gerade auch wegen der beinahe kalligraphischen Qualitäten erscheinen und so sehr sie auf den ersten Blick etwas erzählen. Gerade wegen dieser Be- und Entzüge erfreut sich der Blick an diesem Traumwandel.“

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  • < LICHTER ATEM > 08 (Diptychon)
  • Lithografie
  • Auflage: 20
  • Bildgröße: 108,00 cm x 157,00 cm
  • Blattgröße: 108,00 cm x 157,00 cm
  • Produktion: Thomi Wolfensberger, Zürich
  • CHF 800.00
  • vergriffen

Wir sind in einer scheinbar undefinierbaren Welt gelandet, resp. dahin entführt worden. Julia Steiner hat eine Lithografie (ein Diptychon) entworfen, in der man, losgelöst von eindeutiger Figuration, assoziativ weiterschauen kann. Ist es ein Traum, eine Vision, eine Explosion in schwarz-weiss? Existieren Partikel von Realität? Die Künstlerin ist ihrem Stil und ihrer Arbeitsweise treu geblieben: die Arbeit entsteht ohne vorheriges Konzept, sie beginnt im Moment, wo der Pinsel auf den Stein gesetzt wird. Dann entwickelt sich Steiners écriture. Bei diesem zweiteiligen Werk hat sie sich wie kaum vorher in Richtung Abstraktion bewegt und somit das Blick- und Interpretationsfeld noch weiter geöffnet. Die Schreibweise „LICHTER ATEM“ lässt offen, ob mit „LICHTER“ das Adjektiv licht mit der Bedeutung hell, schwerelos, leicht gemeint ist oder das Substantiv Licht im Plural. Ein weites Feld von Assoziationen liegt vor uns: Atem und Licht als Grundlagen der Existenz.

Förderprojekt 08

Im Jahr 2008 feiert der Verein für Originalgraphik (VFO) sein 60-jähriges Bestehen. Zum Geburtstag beschenkte man sich selber und zwar mit dem Förderprojekt 08 – eine dezente Methode von Antiaging. Der VFO bot jungen Schweizer Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, erste Erfahrungen auf dem Gebiet der Druckgrafik zu sammeln (d.h. die Kunstschaffenden sollten eine Technik wählen, mit der sie bis anhin noch nie gearbeitet hatten).
Die Auswahl der Kunstschaffenden erfolgte in einem mehrstufigen Prozess. Zum einen fragte der VFO direkt interessante junge Künstlerinnen und Künstler an. Zum anderen wurden alle wichtigen Kunstschulen in der Schweiz angeschrieben mit der Bitte, dass sie jeweils zwei Kunstschaffende auswählen, die ein Projekt einreichen möchten. Aus allen eingereichten Projekten wählte dann eine Jury, bestehend aus Vorstandsmitgliedern und externen Fachleuten, Künstlerinnen und Künstler aus, denen in der Folge ein Workshop-Besuch ermöglicht wurde.
Die TeilnehmerInnen des Projekts erhielten die Möglichkeit, in einem Druckatelier ihrer Wahl einen Workshopvon ca. einer Woche Dauer zu besuchen. Die gesamten Kosten wurden vom VFO getragen. Ziel des Workshops war nicht, ein druckfertiges Produkt vorzulegen, sondern sich mit einer bestimmten Technik vertraut zu machen.
Um die Nachhaltigkeit der Workshop-Phase zu vertiefen erhielt jede(r) Kunstschaffende die Gelegenheit - mit den gemachten Erfahrungen - eine Gruppe von 2 bis 4 Arbeiten in einer kleinen Auflage für den VFO herzustellen. Die entstandenen Drucke werden nun im November 2008 in einer Förderkoje an der Kunst Zürich 08 gezeigt. Anschliessend waren die Arbeiten während rund drei Monaten mit der Novemberedition 2008 in den Räumen des VFO zu sehen

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