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Roman Signer

*1938 Appenzell, lebt in St.Gallen www.romansigner.ch

  • Aktion mit einer Zündschnur von Ap. nach St.G.1989/2014
  • Direkter Flachdruck, 4-farbig
  • Auflage: 60
  • Bildgröße: 60,50 cm x 90,50 cm
  • Blattgröße: 68,30 cm x 97,50 cm
  • Produktion: Urban Stoob, St. Gallen
  • CHF 1100.00
  • vergriffen
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Das Blatt hat dokumentarischen Charakter: es verweist auf Material, welches Roman Signer 1989 für eine Aktion benützt hatte. Es zeigt den Abdruck von Zündschnur-Rollen, die auf einer Holzpalette geliefert wurden. Entlang der Bahnschienen vom Bahnhof Appenzell bis zum Bahnhof St. Gallen, ca. 20 km, legte der Künstler Zündschnüre und liess sie abbrennen. Die Performance dauerte rund 35 Tage – 150 Sekunden für 1 Meter – und endete mit Musik und einem kleinen Feuerwerk in St. Gallen. Die Grafik erinnert an die gespeicherte Energie, das schlummernde Potential, die „aufgerollte“ Zeit. Im Film „Aktion mit einer Zündschnur“ von Peter Liechti sagt Signer: „Es ist eine unheimlich interessante Erfahrung für mich, einmal die Zeit so zu dehnen. Weil die Schnur brennt so langsam, die Tage sind so lang, die Wochen sind so unheimlich lang. Ein Monat hatte für mich noch nie so eine Ausdehnung wie jetzt. Und ich habe Zeit gewonnen. Und ich habe sehr deutlich gespürt, was für eine Provokation dies heute beinhaltet, so etwas zu machen. Die Provokation der Langsamkeit. In dieser Zeit, wo alles auf Geschwindigkeit angelegt ist, ist die Langsamkeit ein wahnsinniger Luxus und eine grosse Provokation.“

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  • < Schwarze Sonnen > 2011
  • Lithografie
  • Auflage: 50
  • Bildgröße: 101,50 cm x 74,50 cm
  • Blattgröße: 108,50 cm x 80,50 cm
  • Produktion: Urban Stoob, St. Gallen
  • CHF 1200.00
  • vergriffen
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Feuer, Wasser und Luft sind Fixpunkte in Roman Signers Schaffen. Sie bilden die Grundlage für viele seiner Versuchsanordnungen und Performances. Agierte der Künstler bei früheren VFO Arbeiten als „Sprengmeister“, der die Lithosteine auch schon bröckeln liess, so ist der Stein dieses Mal heil geblieben. Luft ist sanft eingesetzt worden. Eine Schicht Carborundum- Schleifstaub auf einem Lithostein wurde mit kontrollierten Luftstössen partiell weggeblasen. Die freigelegten Stellen wurden mit Fetttusche besprenkelt und dadurch für die Druckfarbe aufnahmefähig gemacht. Neun Flecken wurden so zu schwarzen Sonnen. Paradox scheint der Titel der Grafik zu sein, wo das Dunkle mit dem Hellen gekoppelt wird. Die „Schwarzen Sonnen“ zielen nicht auf Esoterisches ab, sondern bleiben auf der Schiene des Unerwarteten, des zufällig (und raffiniert) Komponierten. Signers Sonnen dokumentieren ein Experiment, eine Aktion. Sie bringen die Energie der Luft aufs Papier - Schwarz auf Weiss. „Lange hat man mich auch einfach falsch eingeschätzt, mich als Sprengkünstler und ‚Klöpfer‘ bezeichnet. Darum geht es gar nicht. Ich mache viele stille Arbeiten. Aber manchmal habe ich einfach Lust auf eine Sprengung. Das tut mir und meiner Psyche gut. [...] Es geht mir aber nie um Destruktion, nicht das Zerstören interessiert mich, sondern die Veränderung von Zuständen. Aus einer Sprengung, aus jeder Veränderung entsteht etwas Neues.“ (Interview mit Ursula Badrutt Schoch, Kunstbulletin 13/2010).

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  • < Blitz > 2010
  • Hochdruck ab Lithostein
  • Auflage: 50
  • Bildgröße: 40,00 cm x 48,50 cm
  • Blattgröße: 50,50 cm x 66,00 cm
  • Produktion: Urban Stoob, St. Gallen
  • CHF 560.00
  • vergriffen
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Es fliegen keine Stühle aus den Fenstern, keine Zündschnur brennt, nichts Gefährliches rollt auf uns zu. Aber dennoch hat Roman Signer wieder explosiv gearbeitet, für den VFO war das Corpus Delicti ein Lithostein. Das Experiment umfasste eine „schwache Explosion auf der Rückseite eines Lithosteins“. Die Explosion, ein minimaler Eingriff, liess den Stein bersten. Er wurde für den Druckprozess wieder zusammengefügt, bandagiert. Der Effekt: der Spalt im Stein wird zu einer minimalistischen „Zeichnung“, die überraschend zart daherkommt und kaum etwas von der physischen Gewalt rapportiert, durch die sie entstanden ist. „Experimente gehen meistens schief. Es ist wichtig, dass du nicht nur stur aufs Resultat schaust. Ein Wissenschaftler macht resultatbezogene Experimente. Ein Künstler muss auch das Umfeld und Nebensächliches anschauen. Dann kommt er auf weitergehende Ideen, auch Ideen für ,Heiraten’. Es gibt in meinem Werk ja gewisse Elemente – Stiefel, Sand, Kajak, Rakete, Ski –, die man immer wieder neu verkuppeln kann.“ (Interview mit Roman Signer, Weltwoche, 02.08.2006).

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  • Explosion 1/2008
  • Lithografie
  • Auflage: 50
  • Bildgröße: 48,00 cm x 37,00 cm
  • Blattgröße: 65,50 cm x 50,20 cm
  • Produktion: Urban Stoob, St. Gallen
  • CHF 500.00
  • vergriffen
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  • Explosion 2/2008
  • Hochdruck/Lithografie
  • Auflage: 50
  • Bildgröße: 48,50 cm x 37,50 cm
  • Blattgröße: 65,50 cm x 50,20 cm
  • Produktion: Urban Stoob, St. Gallen
  • CHF 500.00
  • vergriffen
  • Anfragen
  • Explosion 3/2008
  • Radierung
  • Auflage: 50
  • Bildgröße: 32,70 cm x 76,00 cm
  • Blattgröße: 45,00 cm x 87,00 cm
  • Produktion: Urban Stoob, St. Gallen
  • CHF 500.00
  • vergriffen
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Freigesetzte Energie, die über einen bestimmten Zeitraum auf ein Medium einwirkt und so Spuren hinterlässt, bestimmt auch die neusten Arbeiten des Aktionskünstlers Roman Signer. Den drei aktuellen Grafiken liegen Explosionen auf Druckträgern zugrunde: Explosion einer Sprengkapsel in einem mit Autografietinte gefüllten Kunststoffbecher auf einem Lithostein (Explosion 1/2008), Explosion einer Sprengkapsel in der Bohrung eines Lithosteins (Explosion 2/2008), gleichzeitige Explosion von drei auf einer Kupferplatte montierten Sprengkapseln (Explosion 3/2008). In allen drei Grafiken gelingt es dem Künstler, sowohl den Prozess wie auch das Resultat sinnlich spürbar zu machen. Die Blätter scheinen einen Teil der Energie, die auf das jeweilige Druckmedium eingewirkt hat, in sich gespeichert zu haben.

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  • < Rakete > 2006
  • Lithografie
  • Auflage: 50
  • Bildgröße: 42,00 cm x 31,00 cm
  • Blattgröße: 65,00 cm x 50,00 cm
  • Produktion: Urban Stoob, St. Gallen
  • CHF 440.00
  • vergriffen
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”Roman Signer versteht sich als Bildhauer. Sein Skulpturbegriff wird jedoch durch die Dimension Zeit wesentlich erweitert. Der Künstler definiert den Moment der Veränderung selbst als plastischen Vorgang. Dabei unterscheidet er drei Werkphasen: das Potential eines Ereignisses, der eigentliche Werkprozess als energetische Bewegung sowie die Spuren von dessen Verlauf.“ (Konrad Bitterli) Für die vorliegende Arbeit < Rakete > hat Roman Signer auf einem Lithostein eine Rakete fixiert und gezündet. Der Ausstoss der abbrennenden Rakete hat auf dem Stein Spuren hinterlassen, die im gedruckten Blatt als Leerstellen aufscheinen. In diesem Sinne kann die realisierte Lithografie als Konkretisierung eines Experimentes angesehen werden.

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  • < Versuch > 1999
  • Fotolithografie (Videostill)
  • Auflage: 50
  • Bildgröße: 29,70 cm x 39,50 cm
  • Blattgröße: 53,50 cm x 72,50 cm
  • Produktion: Urban Stoob, St. Gallen
  • CHF 400.00
  • vergriffen
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