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Delphine Reist

*1970 Sitten, lebt und arbeitet in Genf https://www.delphinereist.com

  • NEIGE, 2022
  • Fotogramm, Unikate
  • Auflage: 15
  • Bildgröße: 100,00 cm x 75,00 cm
  • Blattgröße: 100,00 cm x 75,00 cm
  • Produktion: cadre en seine, Paris
  • CHF 1280.00
  • verfügbar
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In ihrem künstlerischen Schaffen verwandelt Delphine Reist gewöhnliche, uns aus dem Alltag vertraute Objekte in Protagonisten von vielschichtigen Narrativen. Die Künstlerin hinterfragt unsere Beziehung zu Gebrauchsgegenständen wie Werkzeugen, Möbeln oder Hygieneartikeln, indem sie diese zwar ungekünstelt und dennoch kunstvoll in Szene setzt. Nützlichkeit und Funktionalität werden Form und Ästhetik entgegengesetzt, um die Essenz der Dinge beziehungsweise ihren Fetischcharakter aufzuspüren. Indem sich die Künstlerin möglichst unsichtbar macht und einen Raum für assoziative Wahrnehmung schafft, sagt sie viel über die westliche Gesellschaft und schliesslich auch über uns als interpretierende Betrachter:innen aus.

Im Rahmen der aktuellen Edition hat sich Delphine Reist vertieft damit auseinandergesetzt, wie sie ihre dreidimensionalen Installationen und Ready-mades in zweidimensionale Arbeiten auf Papier übersetzen kann. Zum ersten Mal hat sie mit Fotogrammen gearbeitet und für die Edition VFO eine Serie von 15 grossformatigen Unikaten konzipiert. Die imposanten Silhouetten zeigen die Umrisse von Schneeketten, die Reist auf dem lichtempfindlichen Papier ausgelegt hat. Diesem trivialen Gegenstand setzt die Künstlerin eine elegante, raffinierte Ästhetik entgegen. Bewusst spielt sie mit der Polysemie ihrer Bilder: je nach individuellen visuellen Referenzen mögen sie uns an unterschiedliche Objekte erinnern wie einen Basketballkorb, Schmuck oder einen Traumfänger. Mit dem Werk «NEIGE» lädt uns Delphine Reist dazu ein, über den reinen Nutzen von Alltagsgegenständen hinaus zu schauen und uns von der Evokationskraft ihrer Materialität bezaubern zu lassen.

Delphine Reist wurde 2008 mit dem Swiss Art Award ausgezeichnet. Sie zeigt im FRAC Grand Large - Hauts-de-France, Dunkerque vom 11.6 -31.12.2022 und hatte weitere institutionelle Einzelausstellungen im Kunsthaus Pasquart, Biel (2017) und im MAMCO, Genf (2013). Ihre Werke sind unter anderem in den Sammlungen des Centre Pompidou in Paris, des FRAC Rhône-Alpes, des FRAC Grand Large, des Musée d'art du Valais in Sitten und des Kunstmuseums Solothurn vertreten. VH

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