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Schweiz

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Roman Selim Khereddine

*1989 Zürich, lebt und arbeitet in Zürich

  • We got no high times
  • Vernis mou und Radierung
  • Auflage: 7
  • Bildgröße: 29,50 cm x 20,60 cm
  • Blattgröße: 54,30 cm x 37,60 cm
  • Produktion: Arno Hassler, Moutier
  • CHF 440.00
  • verfügbar
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  • If it's that it's that
  • Kaltnadelradierung und Aquatinta
  • Auflage: 7
  • Bildgröße: 24,70 cm x 19,70 cm
  • Blattgröße: 54,30 cm x 37,60 cm
  • Produktion: Arno Hassler, Moutier
  • CHF 440.00
  • verfügbar
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  • Sporting Dogs
  • Vernis mou
  • Auflage: 7
  • Bildgröße: 23,80 cm x 16,60 cm
  • Blattgröße: 54,30 cm x 37,60 cm
  • Produktion: Arno Hassler, Moutier
  • CHF 440.00
  • verfügbar
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Die drei vorliegenden Arbeiten von Roman Selim Khereddine sind im Rahmen des Förderworkshops der Edition VFO bei Arno Hassler in Moutier entstanden und zeichnen sich stark durch ihren assoziativ-zeichnerischen Zugang aus – ein Hauptmerkmal seiner künstlerischen Arbeiten. Die einzelnen Sujets können alle für sich alleine stehen und doch bildet die Zusammensetzung aller Ebenen ein gemeinsames Narrativ. Die Inspiration für die Dreierserie hat der Künstler erst auf seiner Reise in den Jura entwickelt und es war in einem ersten Schritt die iPhone-Fotobibliothek und die Spotify-Musikbibliothek, die Material für die drei Drucke lieferten.

Beim Werk «We got no high times» (2021, Weich- und Hartgrundätzung) wurde eine Notizheft-Ästhetik kreiert, indem auf eine Platte Linien und auf eine zweite Platte die Skizze mit den Songlyrics «This perfect day» von Tropical Fuck Storm geritzt wurde, da diese Coverversion, im Original von The Saints aus 1977, als Soundtrack auf den Zugfahrten in den Jura fungierte. Auf dem Werk «If it's that it's that» (2021, Kaltnadelradierung und Aquatinta) bedingen sich das mit kräftigen Strichen in die Platte geritzte Motiv und die geschriebenen Raplyrics «Bark it» von D Double E gegenseitig: «Wenn du Stress willst, kannst du ihn haben!». Die beiden Werke hängen somit nicht nur technisch, sondern auch durch ihren musikalischen Zugang zusammen und widerspiegeln die menschliche Scrollbewegung durch die digitale Foto- und Musikbibliothek auf dem Handy.

Ein zentrales Thema des Künstlers ist das Tiermotiv, gewaltvoll aufgeladen, so wie sich die Beziehung zwischen Mensch und Tier oft charakterisieren lässt. Wird in letztgenanntem Blatt ein Hund von zwei Händen unsanft am Nacken festgehalten, gehen in «Sporting Dogs» (2021, Weichgrundätzung) zwei Hunde wild aufeinander los, wobei im Kontrast zum gewaltvollen Motiv auf faszinierende Weise die in die Platte geritzten Linien äusserst reduziert, lediglich angedeutet sind. «We got no high times» präsentiert schliesslich plakativ einen Haufen aufgetürmter Köpfe von Gazellen und Antilopen. In ihren Beziehungen zu den Menschen berühren Tiere für den Künstler alle grossen Fragestellungen in den Bereichen des Sozialen, des Ökonomischen, des Materiellen, des Kulturellen, des Religiösen oder des Symbolischen. Im Gegensatz dazu erscheinen die Menschen in den drei Drucken lediglich fragmentiert – Unterarme und zupackende Hände, die Umrisse einer geduckten Figur – oder schliesslich ganz abwesend, als Urheber des totemistischen Schädelturms.

Roman Selim Khereddine wurde 2021 mit dem Werkbeitrag des Kantons Zürich und mit dem Werkstipendium der Stadt Zürich ausgezeichnet. 2022 wird er Einzelausstellungen in Genf (Espace 3353), Lausanne (Tunnel Tunnel) und Zürich (Binz39) haben sowie in einer Gruppenausstellung in der Kunst Halle Sankt Gallen vertreten sein.

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