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Axel Hütte

*1951 Essen, lebt und arbeitet in Düsseldorf https://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Hütte

  • Einsiedlerzimmer, Zunfthaus zur Meisen, Zürich, 2021
  • UV Druck
  • Auflage: 25
  • Bildgröße: 38,00 cm x 49,00 cm
  • Blattgröße: 58,00 cm x 69,00 cm
  • Produktion: DruckConcept Berlin
  • CHF 880.00
  • verfügbar
  • Anfragen
  • Nur im Künstlerrahmen erhältlich (10/30 Profil extra weiss, 8mm Vitrine). Rahmenpreis CHF 500.00

In den letzten Jahren tauchen immer wieder Innenräume im Werk von Axel Hütte auf. Die neuere Werkreihe, die in Venezianischen Palazzi begann, zieht sich durch zahlreiche europäische, historische Metropolen, und brachte Axel Hütte für die aktuelle Ausstellung «On Photography» nach Zürich. Das Interesse des Künstlers gilt dabei dem grandios Versteinerten, einer sich in der Architektur manifestierten historischen und auch lebendigen Realität, die wie auch die uns umgebende Landschaft unseren visuellen Alltag prägt. Die von Hütte verwendete Farbumkehr und der fast vergrössert wirkende Ausschnitt des Einsiedlerzimmers im Zunfthaus zur Meisen schafft eine gänzlich surreal wirkende Atmosphäre. Das Invertierte Bild wird mit aufwendigem UV-Druck Verfahren auf Spiegelfolie gedruckt, sodass die dunklen Stellen von hellen Lichtspiegelungen durchbrochen werden. Die Transformation des Rokoko Interieurs zu einer fantastischen, lebendigen Gestalt vollzieht Hütte höchst poetisch, als sei das Verhältnis von Abbildung und Vorstellung dasselbe wie von Vorstellung und Traum. Der prunkvolle Innenraum bekommt als Negativ neues Leben eingehaucht und wird durch den Akt der Verfremdung zum Phantom seiner selbst. Dabei spielt der filigran bemalte und höchst seltene Kachelofen nur noch eine Statistenrolle, so scheint es. Das dunkle Foto leuchtet nämlich aus einer verborgenen Ebene, die das Licht aus dem Boden und zwischen den Türspalten hervorscheinen lässt. Eine weitere Besonderheit dieser Arbeit: Die Edition VFO als Verein für Originalgraphik hat ein traditionsreiches und langes Verhältnis mit dem Zunfthaus zur Meisen, da jahrzehntelang die Mitgliederversammlungen dort jährlich abgehalten wurden.

Axel Hütte wurde durch das Porträtieren leerer Städte und grandios anmutender Landschaften bekannt. Dabei geht es in Hüttes Werk nie primär um das Motiv an sich, sondern um die Perspektive grösserer Zusammenhänge. Es sind fragmentarische Repräsentationen, Ausschnitte «der Realität», die akribisch und minutiös bis ins letzte Detail geplant sind. Der Künstler nimmt seine Bilder meist mit einer Grossbildkamera auf, nachdem er sich bereits vorher ein genaues Bild des auserkorenen Ortes gemacht hat. Diese Vorgehensweise mit der komplexen Kamera macht es fast unmöglich ein vorher ungeplantes Bild zu verwirklichen, denn Hütte arbeitet fast schon in wissenschaftlicher Manier an der Vorbereitung und der Ausführung potentieller Sujets. Das Detailreichtum und die Perfektion des scheinbar banalen Sujets erschliessen sich beim ersten Studium des Bildes. Axel Hüttes Fotografien zeigen Landschaften, in denen doch noch ein Gebäude am Bildrand erscheint oder Brückenbilder, in denen die Landschaft im Hintergrund zur Basis des Bildes zu wechseln scheint. Und so gibt es immer Elemente des kleinen Unbehagens, ein Barthsches punctum, dass die Fotos konstituiert. Dabei geht es nicht um die reine Repräsentation eines Ortes, oder die mimetische Wiedergabe eines Objekts, sondern es geht gerade um das Spannungsfeld in der Fotografie – dem Changieren zwischen Wirklichkeit, Abbild und Vorstellung.

Axel Hütte ist ein Vertreter der Düsseldorfer Fotoschule, die auch als die Becher-Klasse weltweite Bekanntheit erlangte. Hüttes Werk wurden weltweit zahlreiche Museumsausstellungen gewidmet, die letzten institutionellen Einzelausstellungen waren im Museum Franz Gertsch Burgdorf, in der Kunsthalle Krems, dem Museum Kunstpalast Düsseldorf und dem Josef-Albers-Museum in Bottrop zu sehen. Seine Werke befinden sich in zahlreichen internationalen Sammlungen, darunter im Centre Pompidou Paris, im Reina Sofia Madrid und im Fotomuseum Winterthur.

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