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Felicita Felley

*1979 Zürich, lebt in Zürich

  • Ikonographische Darstellung 08
  • Radierung/Aquatinta
  • Auflage: 15
  • Bildgröße: 25,00 cm x 19,00 cm
  • Blattgröße: 49,00 cm x 38,00 cm
  • Produktion: Gabriela Seiler, Zürich
  • CHF 280.00
  • verfügbar
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  • Marie in der Unterwelt 08
  • Radierung/Aquatinta
  • Auflage: 15
  • Bildgröße: 21,00 cm x 21,00 cm
  • Blattgröße: 49,00 cm x 38,00 cm
  • Produktion: Gabriela Seiler, Zürich
  • CHF 280.00
  • verfügbar
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  • Bernadette und Herbert 08
  • Radierung/Aquatinta
  • Auflage: 15
  • Bildgröße: 34,00 cm x 29,00 cm
  • Blattgröße: 56,50 cm x 47,50 cm
  • Produktion: Gabriela Seiler, Zürich
  • CHF 280.00
  • vergriffen
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Serien

  • Alle 3 Arbeiten (08) zusammen
  • Auflage: 15
  • Produktion: Gabriela Seiler, Zürich
  • CHF 760.00
  • vergriffen
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Die drei Arbeiten von Felicita Felley bringen unterschiedliche Motive zusammen: eine Madonna mit Kind, bestrumpfte Frauenbeine und ein comicartiges Pärchen. Die „Ikonographische Darstellung“ setzt sich mit der Ikone und ihrer Inszenierung auseinander. Die Mutter Gottes und ihr Sohn werden oft mit barocker Pracht bedacht, mit Gewändern, oder, im Osten, mit reichverzierten Metallplatten, die bei den Tafelbildern noch das Gesicht frei lassen. Sind die weissen Stellen im Bild Platzhalter für den Prunk oder sind sie das Resultat eines Bildersturms? „Marie in der Unterwelt“ zeigt sich von unten, es ist ein Strauss von Beinen in Strümpfen und roten Schuhen. Marie gehört zum künstlerischen Personal von Felley. Sie tritt ab und an in Erscheinung (in Gemälden und Skulpturen), zeigt aber nie ihr Gesicht. Hier ist sie entwaffnend frivol und lässt die Betrachterin/den Betrachter tief blicken. „Bernadette und Herbert“ sind ein Paar, nahe beieinander positioniert. Bernadette wirkt grell, Herbert etwas bieder, beide sind als Karikaturen in die Welt geworfen. Sie lassen viel Spielraum für Projektionen. In dieser Beziehung behält Bernadette Oberwasser. Liebkost sie ihn mit ihren scharf manikürten Fingernägeln oder wird sie ihn gleich verletzen? Auch beim Tier, das sie um den Hals herum trägt, ist nicht klar, ob es tot ist und als Stola warm hält oder ob es noch lebt und mit seinen scharfen Zähnen gleich zupacken wird. So unterschiedlich diese Inszenierungen Felicita Felleys sind – auf religiösem, erotischem oder beziehungstechnischem Gebiet - sie sind umklammert von einer sinnlichen Immanenz.

Förderprojekt 08

Im Jahr 2008 feiert der Verein für Originalgraphik (VFO) sein 60-jähriges Bestehen. Zum Geburtstag beschenkte man sich selber und zwar mit dem Förderprojekt 08 – eine dezente Methode von Antiaging. Der VFO bot jungen Schweizer Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, erste Erfahrungen auf dem Gebiet der Druckgrafik zu sammeln (d.h. die Kunstschaffenden sollten eine Technik wählen, mit der sie bis anhin noch nie gearbeitet hatten).
Die Auswahl der Kunstschaffenden erfolgte in einem mehrstufigen Prozess. Zum einen fragte der VFO direkt interessante junge Künstlerinnen und Künstler an. Zum anderen wurden alle wichtigen Kunstschulen in der Schweiz angeschrieben mit der Bitte, dass sie jeweils zwei Kunstschaffende auswählen, die ein Projekt einreichen möchten. Aus allen eingereichten Projekten wählte dann eine Jury, bestehend aus Vorstandsmitgliedern und externen Fachleuten, Künstlerinnen und Künstler aus, denen in der Folge ein Workshop-Besuch ermöglicht wurde.
Die TeilnehmerInnen des Projekts erhielten die Möglichkeit, in einem Druckatelier ihrer Wahl einen Workshopvon ca. einer Woche Dauer zu besuchen. Die gesamten Kosten wurden vom VFO getragen. Ziel des Workshops war nicht, ein druckfertiges Produkt vorzulegen, sondern sich mit einer bestimmten Technik vertraut zu machen.
Um die Nachhaltigkeit der Workshop-Phase zu vertiefen erhielt jede(r) Kunstschaffende die Gelegenheit - mit den gemachten Erfahrungen - eine Gruppe von 2 bis 4 Arbeiten in einer kleinen Auflage für den VFO herzustellen. Die entstandenen Drucke werden nun im November 2008 in einer Förderkoje an der Kunst Zürich 08 gezeigt. Anschliessend waren die Arbeiten während rund drei Monaten mit der Novemberedition 2008 in den Räumen des VFO zu sehen.

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